Ein-Kind-Politik in china

Beschluss der Kommunistischen Partei Aus Ein-Kind- wird Zwei-Kind-Politik

Stand: 06.03.2019 00:56 Uhr

China schafft die staatlich verordnete Ein-Kind-Politik ab. Das berichtet die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Jedem Paar sollen demnach künftig zwei Kinder erlaubt werden.

Seit Jahrzehnten wurde in China die Ein-Kind-Politik propagiert. Nun ist sie abgeschafft. Dies habe die kommunistische Partei entschieden, melden chinesische Staatsmedien. Von nun an dürften alle Paare mit staatlicher Erlaubnis zwei Kinder bekommen.

Die politische Vorgabe, dass jede Familie nur ein Kind haben darf, sollte seit den 1970er-Jahren das Bevölkerungswachstum in der Volksrepublik bremsen. Der bevölkerungsreichste Staat der Erde zählt inzwischen knapp 1,4 Milliarden Menschen. Allerdings hatte die Politik dramatische negative Folgen. Da Familien vor allem Söhne wollten, wurden zu wenige Mädchen geboren. Weibliche Föten wurden oft gezielt abgetrieben.

Inzwischen droht der Gesellschaft Überalterung. Die Ein-Kind-Politik in China war deshalb schon vor zwei Jahren gelockert worden. Von da an durften Paare zwei Kinder bekommen, wenn ein Elternteil ein Einzelkind war.

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