Ein Plakat, das Eric GArner zeigt, auf einem Protestmarsch gegen Polizeigewalt in NEw York um Juli 2019 | Bildquelle: dpa

New Yorker Polizist Kündigung fünf Jahre nach Garners Tod

Stand: 19.08.2019 22:11 Uhr

Der schwarze Bürger Eric Garner starb 2014 im Würgegriff eines Polizisten. Fünf Jahre nach der Tat wurde der Beamte nun entlassen. Garners Tod hatte landesweite Proteste ausgelöst.

Von Antje Passenheim, ARD-Studio New York

"Ich kann nicht mehr atmen" - dieser Satz sorgte weltweit für Schlagzeilen und prägte die "Black Lives Matter"-Bewegung für die Gleichberechtigung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt. Es waren die letzten Worte des Afro-Amerikaners Eric Garner im Würgegriff eines Polizisten.

Erst fünf Jahre später hat ihn die New Yorker Polizei entlassen. Der Polizist könne unter den gegebenen Umständen dort nicht mehr als Beamter arbeiten, sagte der Chef der Behörde, James O'Neill. Die "schwere"  Entscheidung sei gefallen, nachdem eine behördeninterne Richterin die Entlassung des Polizisten empfohlen hatte. O'Neill sprach in Bezug auf Garners Tod von einer "unumkehrbaren Tragödie".

Videoaufnahme von der Polizeiaktion

Garner war im Juli 2014 im Stadtteil Staten Island von Polizisten gestoppt worden, weil er vermutlich illegal mit Zigaretten handelte. Ein Passant hielt auf einem Video fest, wie ihn drei Polizisten zu Boden warfen und ihm die Luft abdrückten. Der damals 43-Jährige starb danach im Krankenhaus.

Laut Autopsie führte der Würgegriff mit zum Tod Garners. Menschenrechtsaktivisten hatten immer wieder die Entlassung des Polizisten gefordert. Die Polizeigewerkschaft hatte die Forderungen als unberechtigt zurückgewiesen. 

Fünf Jahre nach Tod von Eric Garner – Polizei feuert Beamten für Würgegriff
Antje Passenheim, ARD New York
19.08.2019 21:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. August 2019 um 06:00 Uhr.

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