Corona-Pandemie Neue Beschränkungen in italienischen Regionen

Stand: 14.02.2021 12:33 Uhr

Italien schränkt die Bewegungsfreiheit in einigen Regionen wieder ein. Das gilt etwa für Ligurien, Trentino oder die Toskana - sie wurden zu Orangen Zonen hochgestuft. Grund sind steigende Infektionszahlen.

Wegen steigender Corona-Zahlen hat Italien in mehreren Regionen die Bewegungsfreiheit stärker als bisher eingeschränkt, etwa in der Toskana und in Ligurien. Außerdem betroffen sind die Region Abruzzen in Mittelitalien und die Alpenprovinz Trentino. Die verschärften Regeln gelten für 15 Tage, wie das Gesundheitsministerium in Rom am Samstag mitgeteilt hatte.

Offiziell Orange Zone

Im Kampf gegen die Pandemie hat die Regierung in Rom schon vor Monaten eine Einteilung des Landes in Risikozonen eingeführt mit unterschiedlich strengen Sperren. In den vier jetzt zu sogenannten Orangen Zonen hochgestuften Gebieten mussten Restaurants und Bars wieder für Gäste schließen. Nur Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt. Außerdem sollen die Bürger dort in der Regel ihre Städte und Gemeinden nicht verlassen.

Der große Teil des 60-Millionen-Einwohner-Landes gehört weiter zu den Gelben Zonen mit moderaten Beschränkungen. Allerdings herrscht in ganz Italien eine nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Ein Reiseverbot über Regionalgrenzen hinweg hatte die Regierung kürzlich bis 25. Februar verlängert. Ausnahmen gelten für die Arbeit und in Notfällen.

7-Tage-Inzidenz von 130

In Italien zählten die Behörden bisher mehr als 2,7 Millionen Corona-Infizierte. Am Samstag kamen offiziell über 13.500 neue Fälle in 24 Stunden hinzu.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag in Italien zuletzt bei über 130 (1. Februar - 7. Februar) - und damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Trotzdem hatte die Regierung die Beschränkungen in einigen Regionen zuletzt gelockert. Cafés und Bars durften wieder öffnen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Februar 2021 um 10:26 Uhr.

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