Corona in Italien Italien verlängert Maßnahmen

Stand: 03.03.2021 01:15 Uhr

Italien verlängert angesichts steigender Infektionszahlen seine Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Das hat die neue Regierung Draghi beschlossen.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Mit dem neuen Dekret hat die Regierung unter Mario Draghi die Anti-Corona-Beschränkungen nicht nur verlängert, sondern teilweise auch verschärft. Dies trifft unter anderem den Schulunterricht. In den roten Zonen, also den Regionen in denen die Infektionssituation besonders kritisch ist, werden in Italien alle Schulen geschlossen.

Bislang war unter anderem noch in Grund- und Vorschulen Präsenzunterricht möglich. Gesundheitsminister Roberto Speranza begründet die verschärften Maßnahmen unter anderem damit, dass sich die britische Virusvariante in Italien ausbreite, die zu zahlreichen Neuinfektionen auch unter Jüngeren führe.

Risikozonen bleiben

Fest hält die Regierung mit dem jetzt beschlossenen Dekret an der Aufteilung des Landes in unterschiedliche Risikozonen. Dies betrifft unter anderem Bars und Restaurants. In den gelben Zonen müssen sie um 18 Uhr schließen, in orangenen und roten Zonen bleiben Bars und Restaurants weiter generell für Gäste geschlossen.

Ebenfalls verlängert wird die seit vier Monaten in ganz Italien geltende nächtliche Ausgangssperre. Bis nach Ostern dürfen die Menschen von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens ihr Haus weiterhin nur aus dringenden Gründen verlassen. Auch Reisen in andere Regionen bleiben untersagt.

Ein Signal der Hoffnung setzt die Regierung für den Kulturbereich. Noch vor Ostern, ab dem 27. März, sollen Theater und Kinos wieder öffnen dürfen. Tickets müssen dann online bestellt werden, die Abstandsregeln in den Theater- und Kinosälen eingehalten werden. In Italien liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 198 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner - ein Wert, der dreimal höher ist als in Deutschland.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. März 2021 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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