Flüchtlinge im Mittelmeer "Sea-Watch 3" rettet 102 Menschen

Stand: 27.02.2021 13:20 Uhr

Seit wenigen Tagen erst ist die "Sea-Watch 3" wieder in ihrem Einsatzgebiet vor der libyschen Küste. In einem weiteren Einsatz retteten die Helfer 102 Menschen aus Seenot, deren Schlauchboot Luft verloren hatte.

Die ehrenamtlichen Helfer des Rettungsschiffs "Sea Watch 3" haben erneut viele Migranten im zentralen Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. 102 Menschen seien an Bord geholt worden, teilte die Organisation mit Sitz in Berlin mit. Ihr Schlauchboot hatte bereits Luft verloren. Viele seien entkräftet und würden medizinisch versorgt.

Am Freitag hatte Sea-Watch bereits 45 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Darunter waren den Angaben der Organisation zufolge 13 unbegleitete Minderjährige. Damit befinden sich 147 Migranten derzeit an Bord der 55 Meter langen "Sea Watch 3".

Vor etwas mehr als einer Woche hatte das Schiff den Hafen der spanischen Stadt Burriana verlassen, wie die Organisation damals mitgeteilt hatte. In Spanien hatte die Crew rund sieben Monate auf die Freigabe zur Weiterfahrt gewartet. Am Donnerstag war die Crew im anvisierten Suchgebiet rund 30 Seemeilen vor der Küste Libyens angekommen.

170 Menschen seit Jahresbeginn ertrunken

Im Zentralen Mittelmeer verloren nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr bislang etwa 170 Menschen ihr Leben. Dem italienischen Innenministerium zufolge kamen 2021 bislang rund 4500 Bootsmigranten in dem Mittelmeerland an. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch etwa 2350. Italien ist oft das Ziel der Migranten, die von der Küste Libyens aus ablegen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. Februar 2021 um 13:43 Uhr.

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