künstlerische Darstellung des Exoplaneten Kepler-1625b | Bildquelle: REUTERS

Forscher sehen erstmals Hinweise Ein riesiger Mond 8000 Lichtjahre entfernt?

Stand: 04.10.2018 07:39 Uhr

In unserem Sonnensystem sind fast 200 Monde bekannt - außerhalb konnte man bislang keine nachweisen. Doch nun haben Forscher erstmals "überzeugende Hinweise" für einen solchen Exomond gefunden. Er wäre gigantisch.

Astronomen haben erstmals Hinweise auf einen Mond außerhalb unseres Sonnensystems gefunden. Dieser sei so groß wie der Planet Neptun, teilten Forscher der Columbia University mit. Außerhalb unseres Sonnensystem sind zwar viele Planeten vorhanden, ein Mond, der solche Welten umkreist, muss aber noch bestätigt werden. Der von den Wissenschaftlern entdeckte potenzielle Mond wäre deutlich größer als die Erde - und der Planet, den er umkreist so groß wie der Koloss Jupiter.

Beobachtungen in 8000 Lichtjahren Entfernung

Im Zuge ihrer Forschung untersuchten die beiden Wissenschaftler Alex Teachey und David Kipping 284 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die bereits vom Kepler-Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde NASA entdeckt worden waren. Lediglich ein Planet schien von einem Mond begleitet zu sein, der Kepler-1625b. Dieser umrundet wiederum den Stern Kepler-1625, der etwa die Größe unserer Sonne hat, aber älter ist. Sie sind in 8000 Lichtjahren Entfernung.

Die Forscher waren auf der Suche nach einer zweiten Verdunkelung des Sternenlichts von Kepler-1625. Hauptgrund für die stellaren Helligkeitsschwankungen wäre der Planet Kepler-1625b, ein weiterer möglicherweise ein Mond - ein Exomond außerhalb unseres Sonnensystems.

Forscher sind noch zurückhaltend

Kipping sagte, wenn weitere Beobachtungen mit dem Hubble-Teleskop das bestätigen sollten, könnte der Befund wichtige Schlüsse auf die Entwicklung von Planetensystemen zulassen.

Teachey mahnte angesichts des Forschungsstands zur Vorsicht: Die Entdeckung eines ersten Exmondes verlange besondere Belege. "Außerdem ist die Größe, die wir für diesen Mond berechnet haben, etwa die Größe von Neptun, kaum zu erwarten, und deshalb ist auch hier Vorsicht geboten." Die Champagnerflaschen würden noch nicht geöffnet, witzelte er.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Oktober 2018 um 10:00 Uhr.

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