Oksana Schatschko  | Bildquelle: REUTERS

Abschiedsbrief gefunden Femen-Mitbegründerin Schatschko ist tot

Stand: 24.07.2018 19:57 Uhr

Die Mitbegründerin der Frauenrechtsgruppe Femen, Oksana Schatschko, ist tot. Das berichten Weggefährtinnen der 31-Jährigen. Von der Polizei wurde die Nachricht allerdings noch nicht bestätigt.

Oksana Schatschko, Mitbegründerin der umstrittenen Frauenrechtsgruppe Femen, ist tot in ihrer Pariser Wohnung aufgefunden worden. Wie Weggefährtinnen der 31-Jährigen mitteilten, wurde ein Abschiedsbrief bei der Leiche gefunden. Nun warte man auf die "offizielle Version der Polizei", erklärten die Aktivistinnen. Die Behörden haben den Tod Schatschkos bislang allerdings nicht bestätigt.

Kampf gegen Sexismus

Schatschko hatte gemeinsam mit drei weiteren Frauen die Femen 2008 in der Ukraine gegründet. Bei ihren Protesten treten die Femen zumeist mit nacktem Oberkörper auf. Zunächst lehnten sie sich vor allem gegen Sexismus auf. Später richteten sich ihre Aktionen dann auch etwa gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin oder die französische rechtspopulistische Partei Rassemblement National.

Seit 2013 im Exil

Schatschko lebte seit 2013 im französischen Exil und arbeitete als Künstlerin. Frankreich hatte ihr den Status eines politischen Flüchtlings gewährt, weil Schatschko im Zuge ihrer Proteste mehrfach von Unbekannten schwer misshandelt worden war.

Anmerkung zur Berichterstattung über Selbsttötungen

Üblicherweise berichtet tagesschau.de nicht über Suizide. Wir orientieren uns dabei am Pressekodex: Demnach gebietet die Berichterstattung über Suizide Zurückhaltung: "Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt."

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Sollten Sie selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe. Bei der anonymen Telefonseelsorge finden Sie rund um die Uhr Ansprechpartner.

Telefonnummern der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 www.telefonseelsorge.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 24. Juli 2018 um 17:00 Uhr.

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