Fos-sur-Mer Rauchende Schlote statt Küstenparadies

Stand: 27.07.2019 19:57 Uhr

Am Mittelmeer-Strand von Fos-sur-Mer riecht es nach Chemie - Raffinerien und Fabriken prägen das Bild. Laut Studien ist die Zahl der Krebserkrankungen hier höher als im Rest Frankreichs.

In der Nähe von Marseille liegt die Industriezone Fos-sur-Mer. 200 Fabriken produzieren hier direkt am Mittelmeer, mehr als 40.000 Arbeitsplätze sind entstanden. Doch die Region leidet zunehmend unter der Industrie. Massive Umweltverschmutzungen machen das Leben in "Klein Venedig" für die Menschen schwer. Bernard Huriaux hat 40 Jahre in einer Stahlfabrik gearbeitet und kritisiert heute seinen ehemaligen Arbeitgeber für das, was er aus seiner Heimat gemacht hat: "Ich finde es wunderschön hier - aber gleichzeitig ist es die Hölle. Es stinkt, es gibt Staub."

Frankreich- Paradies in Gefahr
Weltspiegel, 25.07.2019, Sabine Rau, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Flechten als Umweltindikator

Das Institut Ecocitoyen untersucht die Schäden vor Ort und analysiert Wasser- , Luft- und Bodenproben aus Fos-sur-Mer. Studien zeigen: Hier ist die Zahl der Krebserkrankungen im Schnitt doppelt so hoch wie im Rest Frankreichs. Gibt es also einen Zusammenhang zwischen den hohen Krankheitsraten und der Industrie?

Um dieser Frage nachzugehen untersucht Julien Dron Flechtenproben von den Bäumen. Sie leben von Luft und sind ein guter Indikator für Umweltverschmutzung: "Man sieht an den Flechten: Je näher man der Industrie kommt, desto höher die Schadstoffkonzentration. Wir haben zum Beispiel mehr Blei im Blut der Einwohner von Fos-sur- Mer gefunden als bei denen, die 25 Kilometer entfernt wohnen. Das gilt auch für zwei Dioxine."

Über dieses Thema berichtete das Erste am 28. Juli 2019 um 19:20 Uhr im Weltspiegel.

Darstellung: