Überschwemmung durch den Sturm "Bella" in Großbritannien | Bildquelle: dpa

Frankreich und Großbritannien Massive Stromausfälle durch Sturm "Bella"

Stand: 27.12.2020 21:14 Uhr

"Bella" hat dafür gesorgt, dass in Tausenden französischen und britischen Haushalten die Menschen das Wochenende teils ohne Strom auskommen mussten. Mit starken Böen und Regenfällen fegte der Sturm über beide Länder hinweg.

Der Sturm "Bella hat Teile Frankreichs und Großbritannien heftig getroffen. In Zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus, es gab Behinderungen im Verkehr.

In Frankreich traf der Sturm vor allem die nördlichen Landesteile in der Bretagne, der Normandie und Hauts-de-France. Der Wetterdienst Météo France meldete starke Böen und hohe Wellen an der Atlantikküste. Die Präfektur des Départements Manche am Ärmelkanal rief die Bürger wegen des starken Windes zu besonderer Vorsicht auf.

Gischt und Wellen durch den Sturm "Bella" am der französischen Küste | Bildquelle: dpa
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Gischt und hohe Wellen peitschen an die französische Atlantikküste.

Etwa 18.000 französische Haushalte ohne Stromversorgung

Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Netzbetreiber Enedis berichtete, fiel zeitweise in etwa 18.000 Haushalten der Strom aus.

Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle hatten mehr als ein Drittel aller Flüge rund 50 Minuten Verspätung. Eine Maschine aus Luxemburg musste sogar zu ihrem Startflughafen zurückkehren, drei weitere Flüge wurden zum Flughafen Orly umgeleitet.

Spitzengeschwindigkeiten von 170 Stundenkilometern

Auch in Großbritannien sorgte "Bella" für massive Stromausfälle: In Wales wurde die Versorgung in rund 20.000 Haushalten unterbrochen. Der Sturm brachte starke Regenfälle mit sich und erreichte auf der südbritischen Isle of Wight Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern. In Teilen der Grafschaften Northamptonshire und Bedfordshire im Osten Englands standen Häuser und Autos im Wasser. Zudem warnte der britische Wetterdienst in Nordengland, Schottland und Nordirland vor Schnee- und Graupelschauern.

In der Grafschaft Bedfordshire hatten die Behörden Tausende Einwohner bereits vor dem Eintreffen des Sturms aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen - aus Sorge, der Fluss Great Ouse könne über die Ufer treten und für Überflutungen sorgen.

In Südengland fielen Züge wegen überschwemmter Gleise aus, ein umgestürzter Baum blockierte eine der Hauptstrecken Richtung London.

Zerstörungen durch den Sturm "Bella" im Südosten Englands | Bildquelle: AFP
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Auch in Großbritannien richtete "Bella" große Schäden an und legte Verkehrsstrecken lahm.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. Dezember 2020 um 21:13 Uhr.

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