Feuer über Haus in Gaza | Bildquelle: AFP

Militäroperation Israel tötet Islamistenführer in Gaza

Stand: 12.11.2019 12:34 Uhr

Israel hat einen Islamistenführer im Gazastreifen getötet. Er soll für Raketenangriffe verantwortlich sein. Die Extremisten kündigten Rache an. Am Morgen flogen mehrere Raketen auf Israel.

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen Befehlshaber der Extremistengruppe "Islamischer Dschihad" getötet. Er sei bei einem Luftangriff auf sein Haus in Gaza-Stadt umgekommen, teilte das israelische Militär mit.

Die Operation sei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu genehmigt worden und keine Rückkehr zur Politik der gezielten Tötungen von Feinden. "Dieser israelische Angriff ist kein Hinweis auf einen Wechsel in der israelischen Politik", sagte Armeesprecher Jonathan Conricus. Es handele sich um eine einzigartige Aktion.

Netanyahu nannte den gezielt getöteten Militärchef "den zentralen Verantwortlichen für Terrorattacken aus dem Gazastreifen". Baha Abu Al Ata stehe hinter Angriffen mit Hunderten von Raketen und habe neue Attacken geplant. "Er war eine tickende Bombe", sagte Netanyahu weiter.

Israel: Raketenalarm nach Tötung eines Anführers der Extremistengruppe "Islamischer Dschihad"
tagesschau 16:00 Uhr, 12.11.2019, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Tod bestätigt - Rache angekündigt

Die militante Palästinenserorganisation bestätigte den Tod von Baha Abu Al Ata und seiner Frau. Der 42-Jährige sei bei einem "heroischen Akt" umgekommen, so die Extremistengruppe. Sie schwor Rache. "Israel hat alle roten Linien überschritten", hieß es in einer Stellungnahme.

Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte mit, ein Mann und eine Frau seien bei einer Explosion getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Durch den Luftangriff wurden zwei Stockwerke eines Hauses im Osten von Gaza-Stadt beschädigt.

Raketenalarm in Israel

Nach der israelischen Attacke meldete die Armee des Landes einen "erheblichen" Raketenbeschuss aus Gaza. Medienberichten zufolge fing das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) mehrere Raketen ab, die vom Gazastreifen auf Israel abgefeuert wurden. Man stelle sich auf mehrtägige Auseinandersetzungen ein, sagte Armeesprecher Cornicus.

Der getötete Islamistenführer habe in den vergangenen Tagen Vorbereitungen für "unmittelbar bevorstehende" Terroranschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten vorangetrieben, teilte die Armee mit. Er habe unter anderem "Terrorsquads" für das Eindringen nach Israel trainiert. Die Armee beschrieb ihn als "Zeitbombe", er sei für mehrere Raketenangriffe auf Israel verantwortlich gewesen.

Nach Tötung von Dschihad-Kommandeur folgen Raketen aus Gaza
Tim Aßmann, ARD Tel Aviv
12.11.2019 11:21 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 12. November 2019 um 07:09 Uhr.

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