"Gelbwesten"-Protest in Paris | Bildquelle: AFP

Frankreich Zehntausende "Gelbwesten" erneut auf der Straße

Stand: 26.01.2019 22:19 Uhr

Mit rund 69.000 "Gelbwesten" waren an diesem Wochenende weniger Protestierende auf Frankreichs Straßen. Wieder kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In Paris formiert sich eine Gegenbewegung: die "Roten Schals".

Bei Protesten der "Gelbwesten" sind in Frankreich wieder Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Demonstrationen gab es laut Medienberichten in Paris und anderen Städten. In der Hauptstadt sowie in Toulouse, Nantes und in der normannischen Stadt Evreux kam es demnach am Rande zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Im ganzen Land seien bis zum Abend zusammen 69.000 Demonstranten gezählt worden und damit weniger als am vergangenen Samstag, als 84.000 Protestierende unterwegs waren.

In der Hauptstadt versammelten sich 4000 Menschen. Am Place de la Bastille gerieten Demonstranten und Polizei aneinander. Nach Angaben der Präfektur wurden mindestens 22 Menschen festgenommen. Innenminister Christophe Castaner verurteilte die Gewalttätigkeiten bei den Protesten. Er sprach von Randalierern, die sich als "Gelbwesten" getarnt hätten.

Erneut "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich
tagesthemen 23:15 Uhr, 26.01.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Rote Schals" gegen Gewalt

Erstmals will sich am Sonntag in Paris eine Gegenbewegung versammeln, die "Roten Schals" (foulards rouges). Sie wollen gegen die Gewalt bei den seit mehr als zwei Monaten andauernden Protesten protestieren. Der Initiator Laurent Soulié steht der Partei La République en Marche von Präsident Emmanuel Macron nahe. Der 51-Jährige und seine Mitstreiter werben für ein "friedliches und respektvolles Frankreich ohne Hass".

Die Proteste der "Gelbwesten" richten sich seit Mitte November gegen die Reformpolitik der Macron-Regierung. Ein weitereres Konfliktthema ist die als zu niedrig empfundene Kaufkraft. Einige "Gelbwesten" fordern auch den Rücktritt Macrons. Die Massenproteste lösten die bislang schwerste Krise in dessen Amtszeit aus, die im Mai 2017 begonnen hatte.

Zur Entschärfung des Konflikts hatte Macron im Dezember mit milliardenschweren Sozialmaßnahmen reagiert. Außerdem rief er einen "Bürgerdialog" ins Leben. Macron nahm in der zurückliegenden Woche selbst an einem solchen Gespräch in Süden des Landes teil.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. Januar 2019 um 23:15 Uhr.

Darstellung: