Proteste der Gelbwesten in Paris | Bildquelle: AFP

Frankreich "Gelbwesten" protestieren auch gegen EU

Stand: 27.04.2019 20:25 Uhr

Die 24. Woche in Folge sind Demonstranten der "Gelbwesten"-Bewegung auf die Straßen gegangen. Diesmal schlossen sich linke Gruppen an. Bei Protesten gegen die EU in Straßburg gab es Ausschreitungen.

Auch nach neuen Zugeständnissen von Staatschef Emmanuel Macron sind in Frankreich wieder Tausende Anhänger der "Gelbwesten" auf die Straße gegangen.

Linke Gruppen und Gewerkschaften dabei

Proteste der Gelbwesten in Paris | Bildquelle: CHRISTOPHE PETIT TESSON/EPA-EFE/
galerie

Bei den Demonstrationen protestierten Gelbwesten, linke Gruppen und Gewerkschaften gemeinsam.

In Paris schlossen sich auch Angehörige mehrerer linker Parteien dem Protestmarsch an. Demonstranten machten vor den Gebäuden von Medienunternehmen Halt. Sie forderten eine "faire Behandlung in den Medien", wie der Sender BFMTV berichtete.

Auch die Kommunistische Partei, die Neue Antikapitalistische Partei und die Linkspartei La France Insoumise (das unbeugsame Frankreich, LFI) unterstützten den Protest. LFI-Chef Jean-Luc Mélenchon sagte, es sei "das erste Mal, dass es einen Aufruf dieser Art gibt". Allein das sei schon ein Ereignis, über das er "sehr glücklich" sei.

Marsch auf die EU-Institutionen

In Straßburg, wo rund 2000 Menschen demonstrierten, kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte nach Angaben der örtlichen Präfektur Tränengas ein, mindestens 42 Menschen wurden festgenommen. Auf Seiten der Sicherheitskräfte und der Demonstranten wurde jeweils drei Menschen verletzt.

Straßburg sei von den "Gelbwesten" wegen der Europawahl in vier Wochen ausgewählt worden, berichtete BFMTV. Demonstranten seien auch aus Deutschland, Belgien, Italien oder Luxemburg ins Elsass gekommen. Laut Präfektur versuchten Demonstranten, in Bereiche zu gelangen, die für Proteste gesperrt waren.

Erneut Ausschreitungen bei Protesten in Straßburg
tagesschau 20:00 Uhr, 27.04.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die "Gelbwesten" demonstrieren seit November gegen die Reformpolitik Macrons und der Mitte-Regierung. Laut Behördenangaben nahmen im ganzen Land 23.600 Menschen an den Protesten teil - am vergangenen Wochenende waren es noch 27.900 gewesen. Die Veranstalter sprachen von 35.000 Teilnehmern.

Macron war am Donnerstag nach einer monatelangen Bürgerdebatte seinen Landsleuten mit weiteren Zugeständnissen entgegengekommen. Dazu gehören eine deutliche Senkung der Einkommensteuer mit einem Umfang von rund fünf Milliarden Euro und Erleichterungen für Bezieher niedriger Renten. Die Bürgerdebatte war durch die "Gelbwesten"-Krise ausgelöst worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. April 2019 um 18:00 Uhr.

Darstellung: