Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló sitzt an einem Schreibtisch und kündigt vor Kameras seinen Rücktritt an. | Bildquelle: REUTERS

US-Außengebiet Puerto Rico Gouverneur kündigt Rücktritt an

Stand: 25.07.2019 08:33 Uhr

Er soll in einem Chat über Frauen, Homosexuelle und Betroffene des Hurrikans "Maria" hergezogen sein: Puerto Ricos Gouverneur Rosselló. Das führte zu Massenprotesten. Nun hat Rosselló seinen Rücktritt angekündigt.

Nach anhaltenden Massenprotesten hat Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló seinen Rücktritt für den 2. August angekündigt. Justizministerin Wanda Vázquez stehe bereit, das Amt zu übernehmen, sagte der Regierungschef des US-Außengebiets in einem Video.

Massenproteste in Puerto Rico. | Bildquelle: AP
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Massenproteste in Puerto Rico: Die Demonstranten haben mit ihrer Rücktrittsforderung Erfolg gehabt.

Abschätzige Äußerungen in Chat

In den vergangenen Wochen waren in San Juan immer mehr Menschen auf die Straße gegangen, um Rossellós Rücktritt zu fordern. Die bislang größte Demonstration gab es am Montag mit geschätzt etwa 500.000 Teilnehmern.

Auslöser der Proteste war die Veröffentlichung von Nachrichten einer privaten Chat-Gruppe zwischen Rosselló und elf Vertrauten, in denen sie sich abschätzig über mehrere Personen äußerten. Aus Sicht von Kritikern waren darunter frauen- und schwulenfeindliche sowie respektlose Bemerkungen über zahlreiche Betroffene des verheerenden Hurrikans María von 2017.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juli 2019 um 08:05 Uhr.

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