Halley VI wurde am 28. Februar 2012 fertiggestellt. | Bildquelle: NASA Goddard Space Flight Center

Antarktis Eisberg bedroht Forschungsstation

Stand: 01.03.2019 16:45 Uhr

In der Nähe einer Antarktis-Station droht ein Eisberg abzubrechen. Er soll fast doppelt so groß sein wie Berlin. Die Mitarbeiter von "Halley IV" haben die Forschungseinrichtung verlassen - allerdings nicht zum ersten Mal.

Die britische Antarktis-Forschungsstation "Halley VI" ist aus Sorge vor einem bevorstehenden Abbruch eines riesigen Eisberges in der Antarktis geschlossen worden. Alle Mitarbeiter hätten die Station wegen Bedenkens um die Stabilität des Brunt-Schelfeises verlassen, berichtete die BBC.

Laut NASA-Angaben ist der Eisberg knapp doppelt so groß wie Berlin. Wann genau der Abbruch geschehe, könne aber niemand sagen.

Veränderungen in der Nähe eines Risses

Die von dem Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey betriebene Station beobachtet das Eis mithilfe von GPS-Daten. Der wissenschaftliche Direktor des Programms, David Vaughan, berichtet, dass es Veränderungen in der Nähe eines Risses gebe.

Rund um die Forschungsstation sollen aber nur geringe Verformungen am Eis zu sehen sein - die Forscher gehen davon aus, dass sich der Abbruch weit entfernt genug von der Station ereignet, berichtet BBC.

Dennoch sollten die Mitarbeiter keinem unnötigen Risiko ausgesetzt werden. So könnte etwa eine Evakuierung in der Dunkelheit und bei schlechtem Wetter gefährlich werden - das solle vermieden werden. Die Forschungsstation wurde so bereits den dritten Winter in Folge geschlossen.

Im November 2019 sollen die Mitarbeiter der "Halley VI" zurückkehren.

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