Papst Franziskus | Bildquelle: AFP

Messe auf dem Petersplatz Sieben neue Heilige

Stand: 14.10.2018 12:08 Uhr

Paul VI., Erzbischof Romero und eine deutsche Nonne: Sie sind die bekanntesten der sieben neuen Heiligen der katholischen Kirche. Papst Franziskus ehrte sie bei einem Gottesdienst als Vorbilder des Glaubens.

Bei strahlendem Sonnenschein hat Papst Franziskus auf dem Petersplatz sieben Menschen heiliggesprochen. Unter ihnen zwei der wichtigsten katholischen Kirchenfiguren des 20. Jahrhunderts: Papst Paul VI. und der ermordete salvadorianische Erzbischof Óscar Romero. Franziskus wurde von beiden stark inspiriert.

Papst spricht mehrere Katholiken heilig
tagesschau 17:15 Uhr, 14.10.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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"Grenzen überwunden und Neuland betreten"

In seiner Predigt würdigte er Paul VI. als Papst, der "Grenzen überwand und Neuland betrat". Unter Anspielung auf das Verbot von Verhütungsmitteln in der Enzyklika "Humanae vitae" Pauls VI. von 1968 betonte Franziskus, der damalige Papst sei mitunter "von Unverständnis umgeben" gewesen.

Durch sein Festhalten am Verbot der Verwendung künstlicher Verhütungsmittel erhielt Paul VI. von Kritikern den Spitznamen "Pillen-Paul". Franziskus hatte in der vergangenen Woche Abtreibungen mit Auftragsmorden verglichen und dafür viel Kritik geerntet.

Besondere Ehrung für Romero

Zum Zeichen seiner Verehrung für den als Märtyrer heiliggesprochenen Romero nutzte Franziskus während des Gottesdienstes Romeros Kelch und dessen Pallium, die bischöfliche Stola. Sein Messgewand wurde von Romeros noch von seiner Erschießung blutbeflecktem Zingulum gegürtet.

Romero hatte sich zu Lebzeiten für soziale Gerechtigkeit eingesetzt und das Militärregime in El Salvador kritisiert. 1980 wurde er während einer Messe ermordet. Es folgte ein jahrelanger Bürgerkrieg. Er gilt als Märtyrer der katholischen Kirche. Der neue Heilige sei den Armen nah gewesen, sagte Franziskus über den Erzbischof von El Salvador.

#kurzerklärt: "Wie wird man eigentlich heiliggesprochen?"
tagesschau24 13:00 Uhr, 04.09.2016

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Heilung eines Hirntoten

Auch eine Deutsche wurde von Franziskus in den Stand der Heiligen erhoben: die Ordensgründerin Katharina Kasper. Sie hatte versucht, im 19. Jahrhundert im Westerwald die Not der Bevölkerung zu lindern und war 1978 bereits selig gesprochen worden.

Kasper gründete 1851 zusammen mit weiteren Frauen die "Dernbacher Schwestern" - einen Verein für Kranken- und Altenpflege. Der Orden hat heute etwa 700 Mitglieder, die in Asien, Afrika, Latein- und Südamerika, in Europa und den USA leben. Sie arbeiten beispielsweise in den Armenvierteln in Indien und unterrichten Kinder.

Heiligsprechung angestoßen von Bischof Tebartz-van Elst

Ausschlaggebend für die Heiligsprechung von Kasper war ein Heilungswunder in Indien. Dort war ein Mann nach einem Unfall für hirntot erklärt worden. Die "Dernbacher Schwestern" hatten für ihn gebetet und Kathrina Kasper angerufen, woraufhin der Mann überraschend geheilt worden sei. Nach Prüfung durch die römische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung erkannte Papst Franziskus dieses Wunder im März dieses Jahres offiziell an.

Ihre Heiligsprechung hatte 2012 der damalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beim damaligen Papst Benedikt XVI. angeregt.

alt Leerer Papst-Stuhl

Heiligsprechung

In den Anfangszeiten der Kirche bestimmten die Gläubigen, wer ein Heiliger war. Ab dem 6. Jahrhundert musste der Bischof die Heiligsprechung genehmigen. Um die Jahrtausendwende begannen die Päpste damit, dieses Privileg an sich zu ziehen.
Heute gilt ein zweistufiges Verfahren - als Vorbilder christlichen Lebens werden Selige und Heilige verehrt. Den Antrag zur Seligsprechung stellt der örtlich zuständige Bischof. Ein Kirchengericht prüft dann, ob die fragliche Person z.B. tugendhaft gelebt oder Wunder bewirkt hat. Nach weiteren Überprüfungen entscheidet der Pontifex über die Seligsprechung. Diese erlaubt die offizielle Verehrung eines verstorbenen Menschen in einer bestimmten Region. Die spätere Heiligsprechung, der ein erneutes langwieriges Prüfverfahren vorausgeht, dehnt diese Verehrung auf die gesamte katholische Weltkirche aus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2018 um 11:00 Uhr.

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