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Papst Franziskus | Bildquelle: AFP

Beratungen im Vatikan 21-Punkte-Plan des Papstes

Stand: 22.02.2019 13:03 Uhr

Papst Franziskus hat einen 21-Punkte-Plan zum Thema Missbrauch vorgelegt. Diese Auflistung soll im Vatikan diskutiert werden. Die wichtigsten Vorschläge im Überblick.

Missbrauch vorbeugen und erkennen

  • Verhaltenskodex für Kleriker, Kirchenmitarbeiter und Freiwillige ausarbeiten, der festlegt, wie weit persönliche Beziehungen gehen dürfen

  • Psychologische Beurteilung der Kandidaten für das Priesteramt mit Hilfe von Experten

  • Ausbildungsprogramme für Seminaristen und Kandidaten für das Ordensleben, um die "zwischenmenschliche, spirituelle und psychosexuelle Reife" zu festigen

  • Ausarbeiten, wie Zeichen von Missbrauch zu erkennen sind Ein Handbuch vorbereiten, welche Schritte genau nötig sind, wenn ein Verdachtsfall aufkommt

  • Bewusstsein für Gründe und Folgen von sexuellem Missbrauch schärfen

  • Zur Eheschließung zugelassen werden sollen Minderjährige erst ab 16 Jahren

Umgang mit Missbrauch und Meldung

  • Festlegung spezifischer Vorgehensweisen, wie Vorwürfe gegen Bischöfe zu behandeln sind

  • Verdächtige dürfen erst identifiziert werden, wenn sie endgültig verurteilt sind

  • Von der Kirche unabhängige Stellen schaffen, die mit Geistlichen und Nicht-Klerikern besetzt sind, denen man Missbrauch melden kann

  • Staatliche Behörden und die übergeordneten kirchlichen Stellen nach kanonischem und bürgerlichem Recht informieren

  • Verstärkt Laien und Nichtkleriker bei Ermittlungen mit Bezug auf sexuellen Missbrauch und Machtmissbrauch einbinden

  • Zusammenarbeit unter anderem mit Medien, um wahre Fälle von falschen und Anschuldigungen von Verleumdungen zu unterscheiden

Umgang mit Tätern

  • Sicherstellen, dass Priester und Bischöfe, die sich des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, den Dienst aufgeben

  • Seelsorgerische Begleitung der Gemeinden, deren Kleriker straffällig geworden sind. Für die Täter Wege der Buße und der Genesung erarbeiten

  • Die Verteidigungsrechte der Beschuldigten wahren

Opfer begleiten

  • Opfer begleiten und ihnen die nötige Hilfe anbieten

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 21. Februar 2019 um 22:15 Uhr.

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