Ein Fahrzeug des Zivilschutzes fährt auf einer Straße in El Buitron, Huelva, Spanien, während im Vordergrund Rauch von Waldbränden aufsteigt. | Bildquelle: AFP

Wetterextreme in Südeuropa Verbrannte Wälder und Hochwasser

Stand: 31.08.2020 14:31 Uhr

Einsatzkräfte in Italien, Spanien und Griechenland kämpfen gegen die Folgen unterschiedlicher Wetterextreme: Während etwa in Andalusien Tausende Einwohner vor einem Brand flohen, mussten sich Menschen in Norditalien vor Hochwasser retten.

Unwetter und Brände haben Einsatzkräfte in mehreren Ländern Südeuropas in Atem gehalten. Im südspanischen Andalusien geriet ein Waldbrand außer Kontrolle. Mehr als 3100 Menschen brachten sich in Sicherheit und verließen ihre Wohnungen und Häuser, wie die Behörden mitteilten. Das Feuer versengte bislang 100 Quadratkilometer Land.

Wegen eines anderen Brandes in dem Städtchen Mula in der südostspanischen Region Murcia wurden am Samstag weitere 70 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr versuchte auch, zwei Großbrände in der Natur in der westspanischen Region Extremadura zu löschen.

Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes richtete ein Buschbrand in der berühmten archäologischen Stätte von Mykene nach Angaben der griechischen Kulturministerin Lina Mendoni nur leichte Schäden an. Die Stätte werde für einige Tage geschlossen bleiben. Am Sonntag war in der wichtigsten Stadt des vorklassischen griechischen Altertums ein Feuer ausgebrochen - warum, war am Montag noch unklar. In Griechenland herrschen derzeit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. Die Brandgefahr ist laut Zivilschutz groß.

Italien: Brände und Hochwasser zugleich

Auf der Mittelmeerinsel Sizilien in Altofonte bei Palermo waren Feuerwehrleute weiter im Einsatz, um die Reste von Waldbränden zu löschen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Die Feuer, die vermutlich am Samstag an mehreren Stellen ausgebrochen waren und rund 200 Hektar Wald verkohlten, hatten den Ort in Gefahr gebracht. Hunderte Menschen hatten ihre Häuser räumen müssen, konnten inzwischen aber wieder zurückkehren.

Im Norden Italiens kämpften Einsatzkräfte dagegen mit den Folgen der starken Regenfälle vom Wochenende. Hier führte der Fluss Eisack Hochwasser. Hunderte Menschen mussten in der Stadt Klausen in Südtirol in der Nacht auf Montag ihre Häuser verlassen oder sich in oberen Stockwerken in Sicherheit bringen. Die Behörden rechneten nach Medienberichten für heute mit einer deutlichen Entspannung.

Tote bei Unwetter in Toskana

Dagegen traf der Katastrophenschutz in Verona in Venetien Vorkehrungen, um der anrollenden Flutwelle der Etsch zu begegnen. In dem Fluss würden Hunderte Bäume angeschwemmt, die der Sturm umgekippt hatte. Zuvor war die Brennerautobahn A 22 zwischen Bozen-Süd und San Michele gesperrt worden, weil die Etsch die Hochwasser-Alarmstufe überschritten hatte. Am frühen Montagmorgen konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Am Sonntag war in der Toskana ein Baum auf ein Zelt in Marina di Massa gekippt, zwei Schwestern im Alter von drei und 14 Jahren starben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. August 2020 um 11:52 Uhr.

Darstellung: