Beamte demonstrieren in Hongkong | Bildquelle: dpa

Tausende in Hongkong Nun protestieren auch städtische Angestellte

Stand: 02.08.2019 18:38 Uhr

In Hongkong gehen die regierungskritischen Proteste weiter. Diesmal protestierten Tausende städtische Angestellte gegen den Kurs der von Staatsführung in Peking eingesetzten Regierung.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai, z.Zt. Hongkong

Ein Park mitten im Hongkonger Finanzzentrum war auch heute wieder der Treffpunkt Tausender Demonstranten.

Das Besondere diesmal: Es waren vor allem städtische Angestellte, die sich aus Protest gegen den Kurs der Regierung versammelt hatten. Frauen und Männer also, deren oberste Chefin genau diejenige ist, gegen die sich die Massenproteste der vergangenen Wochen richten: Carrie Lam, die von der chinesischen Staats- und Parteiführung de facto eingesetzte Regierungschefin Hongkongs.

Daniel Satra, ARD Peking, zu den Protesten in Hongkong
tagesschau 09:50 Uhr, 03.08.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Umstrittene Protestaktion

Entsprechend umstritten war die Protestaktion am Abend: Einige Behördenchefs der autonom regierten chinesischen Stadt hatten ihre Mitarbeiter in den vergangenen Tagen davor gewarnt, an der Demonstration teilzunehmen. Angestellte der Hongkonger Ämter müssten politisch neutral bleiben, so die Kritik.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam während einer Pressekonferenz. | Bildquelle: AFP
galerie

Die Proteste richten sich gegen die Regierung unter Carrie Lam.

Einer der Organisatoren der Protestkundgebung, Michael Ngan, wies das zurück. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit seien kein Widerspruch zu politischer Neutralität. Ngan arbeitet beim Hongkonger Arbeitsamt.

Weite Teile der Bevölkerung mobilisiert

Der Protest der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zeigt, dass die Massenproteste gegen die Regierung inzwischen weite Teile der Hongkonger Bevölkerung mobilisieren. Gestern hatten Hunderte Bankmanager demonstriert.

Für Montag planen Aktivisten und Gewerkschaften einen Großstreik, der die gesamte Stadt erfassen soll. Die Hongkonger Massenproteste dauern seit Anfang Juni. Sie richten sich inzwischen grundsätzlich gegen den Kurs der pro-Pekinger Stadtregierung und gegen das Vorgehen der Polizei in den vergangenen Wochen.

Hongkong: Tausende städtische Angestellte schließen sich Protesten an
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
02.08.2019 17:59 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. August 2019 um 19:03 Uhr.

Darstellung: