Demonstranten ziehen an Heiligabend durch ein Einkaufszentrum in Hongkong. | Bildquelle: dpa

Hongkong Tausende demonstrieren in Einkaufszentren

Stand: 25.12.2019 05:54 Uhr

In Hongkongs Innenstadt ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei gekommen. Als Demonstranten in Einkaufszentren eindrangen, gingen Polizisten mit Schlagstöcken gegen sie vor.

Auch an Heiligabend haben sich Demonstranten und Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Maskierte Demonstranten waren Medienberichten zufolge in Einkaufszentren eingedrungen und demonstrierten dort gegen die Regierung. Es kam zu Auseinandersetzungen mit Zivilpolizisten, Beamte setzten Schlagstöcke gegen die Demonstranten ein.

Proteste in Hongkong auch über die Feiertage
tagesschau 11:48 Uhr, 25.12.2019

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Tausende schwarz gekleidete Demonstranten gingen in den populären Einkaufs- und Touristenzielen Tsim Sha Tsui und Mong Kok auf die Straße. Trotz mehrfacher Aufforderungen der Polizei lösten sich die Menschenmengen nicht auf. Die Demonstranten wünschten den Einsatzkräften sogar lautstark "Frohe Weihnachten", ehe Polizeiangaben zufolge Brandsätze geworfen wurden. Die Demonstranten errichteten demnach auch Straßensperren und beschädigten Verkehrsampeln. Die Polizei ging mit einem Großaufgebot und mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.

Ein Demonstrant wurde von Einsatzkräften überwältigt. | Bildquelle: AP
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Ein Demonstrant wurde von Einsatzkräften überwältigt.

Die Einsatzkräfte setzten Tränengas und Pfefferspray ein, mehrere U-Bahn-Stationen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Beamten nahmen mehrere Demonstranten fest. Die Proteste und Zusammenstöße dauerten mehrere Stunden an, wie die "South China Morning Post" berichtete.

Hongkongs Regierung verurteilte die Gewalt. Die soziale Ordnung und auch die Feiertagsstimmung seien "ernsthaft gestört"worden, hieß es weiter.

Demonstranten fordern "echte Demokratie"

Die Demonstrationen waren vor einem halben Jahr ursprünglich aus Ärger über ein geplantes Gesetz für Auslieferungen an China entbrannt. Danach entwickelte sich der Protest zu einer breiteren Bewegung gegen die Hongkonger Regierung und den zunehmenden Einfluss Pekings. Bei den Kommunalwahlen im November hatte Regierungschefin Carrie Lam zwar ein Debakel erlebt - dennoch gibt es weder bei ihr noch in Peking Anzeichen für Zugeständnisse. In den vergangenen Wochen waren die Proteste weitgehend abgeflaut.

Die Polizei von Hongkong setzte erneut Tränengas gegen die Demonstranten ein. | Bildquelle: dpa
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Die Polizei von Hongkong setzte erneut Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen - anders als die Menschen in der Volksrepublik - viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die Hongkonger fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten. Auch fordern sie "echte Demokratie", wie es ihnen beim Souveränitätswechsel auch in Aussicht gestellt worden war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Dezember 2019 um 03:58 Uhr.

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