Menschen reagieren auf Tränengas. | Bildquelle: AFP

Proteste in Hongkong Mit Tränengas gegen Demonstranten

Stand: 19.01.2020 12:52 Uhr

Erneut ist die Polizei in Hongkong mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Eine regierungskritische Kundgebung mit Zehntausenden Menschen im Stadtzentrum wurde aufgelöst.

Die Polizei in Hongkong hat Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschosse eingesetzt, um eine regierungskritische Kundgebung Zehntausender Demonstranten im Stadtzentrum aufzulösen. Zuvor hatten sich viele protestierende Menschen in einem Park versammelt, sie fordern demokratische Reformen.

Später weiteten sich die Proteste entgegen den Auflagen der Polizei in die umliegenden Straßen aus. Die Sicherheitskräfte schritten sofort ein, als sich die Kundgebung in einen Demonstrationsmarsch verwandelte. Bereitschaftspolizisten jagten Demonstranten, es gab einige Festnahmen.

Nach Angaben der Polizei legte eine "Gruppe Randalierer" Feuer, blockierte Straßen und griff Beamte brutal an.

Hongkong Proteste | Bildquelle: dpa
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Polizisten drängen Demonstranten ab. Später wurde Tränengas eingesetzt, um die Proteste aufzulösen.

Die Polizei hatte lediglich eine stationäre Kundgebung genehmigt, den ursprünglich beantragten Demonstrationszug dagegen unter Verweis auf frühere gewaltsame Proteste untersagt.

Polizei rückte vorher an

Als die Demonstranten in die umliegenden Straßen strömten, bauten einige von ihnen Barrikaden auf, gruben Pflastersteine aus und zerstörten Ampeln. Sie waren komplett schwarz gekleidet. Die Polizei wandte dabei offenbar eine neue Taktik an und rückte bereits vor den Demonstranten in Masse und in Schutzkleidung vor Ort an. Beamte durchsuchten Passanten in der Nähe.

Mit den seit Monaten anhaltenden Protesten wollen die Demonstranten einen wachsenden Einfluss Chinas in der früheren britischen Kronkolonie verhindern.

Hongkong ist seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone, in der die Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik. Die Demonstranten sehen diese Freiheiten gefährdet. Einer Umfrage zufolge stehen 59 Prozent der Hongkonger hinter den Protesten.

Erneut Demos und Ausschreitungen
Alfred Schmit, ARD Berlin, zzt. Hongkong
19.01.2020 18:06 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. Januar 2020 um 11:00 Uhr.

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