Ein Mitglied eines Rettungsteams watet durchs Wasser in Fayetteville.  | Bildquelle: AP

Tropensturm in den USA "Florence" bringt Wassermassen

Stand: 16.09.2018 22:04 Uhr

Sturm "Florence" hat in den USA für starke Regenfälle gesorgt: Mehrere Menschen starben in den Fluten, viele Straßen sind unpassierbar. Für manche Regionen gibt es jedoch Entwarnung.

Der Südosten der Vereinigten Staaten kämpft gegen riesige Wassermassen: Das gewaltige Sturmtief "Florence" hat große Teile der Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und inzwischen auch Gebiete im Süden Virginias überschwemmt. Sturmfluten im Atlantik haben Flüsse auf Rekordstände angestaut.

Der Dauerregen macht nicht nur mürbe, die Wassermengen sind vor allem gefährlich. Das Wasser drückt immer weiter ins Inland: Überflutungen wurden selbst aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt. Der Bürgermeister der Stadt, Mitch Colvin, sagte: "Das Schlimmste steht uns noch bevor." Die Bewohner entlang des Flusses Cape Fear sind aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

Wer sich dem widersetzt, werde wahrscheinlich nicht überleben, erklärte Colvin. Rettungskräfte aus dem Bundesstaat Nebraska halfen in Fayettville, ein Heim für betreutes Wohnen zu räumen. Die 140 Bewohner sind jetzt in einer Kirche der Stadt untergebracht. 

Gebäude einer Hühnerfarm in North Carolina stehen unter Wasser. | Bildquelle: dpa
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In North Carolina stehen Gebäude einer Hühnerfarm unter Wasser.

Kein Strom

In der Stadt New Bern gilt eine Ausgangssperre. Überschwemmungen machen Straßen unpassierbar. Häuser und Geschäfte sind mit Wasser vollgelaufen. Hunderttausende Menschen im Katastrophengebiet haben seit drei Tagen keinen Strom mehr.

Die Behörden bestätigten sechs Todesfälle, Medien berichteten von deutlich mehr Opfern: Die "New York Times" schrieb von zwölf Menschen, die ums Leben gekommen seien, die "Washington Post" zählte elf Tote. Ein Mann kam ums Leben, als sein Wagen in South Carolina entlang einer überfluteten Straße in einen Graben stürzte. Zwei Menschen starben, weil sie in ihrer Wohnung Kohlenmonoxid einatmeten, das ihr Generator ausgestoßen hatte.

Mindestens sechs Tote infolge des Tropensturms "Florence"
tagesthemen 23:15 Uhr, 15.09.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Erdrutsche befürchtet

Die Behörden befürchteten, dass die Wassermassen über die Flüsse bis in die Mittelgebirge gedrückt werden und dort Erdrutsche auslösen könnten.

Allerdings: Andernorts gab es erste Anzeichen von Entwarnung. Das Nationale Hurrikan-Zentrum nahm seine Sturmwarnungen für weite Teile der Küste zurück. Am Flughafen des Urlauberortes Myrtle Beach wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

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Auswirkungen von Tropensturm "Florence"

Hurrikan Florence in Lumberton

Der Hurrikan ist vorbei, doch die Wassermassen bleiben: Der Südosten der Vereinigten Staaten kämpft nach dem Sturm "Florence" mit enormen Fluten, die noch schlimmer werden sollen. Ein Mitglied der Küstenwache patrouilliert hier in der Stadt Lumberton/North Carolina. | Bildquelle: REUTERS

Starkem Regen ausgesetzt

"Florence" war am Freitagmorgen als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1 in North Carolina auf Land getroffen. Die Windgeschwindigkeiten schwächten sich dann weiter deutlich ab. Die Tücke an dem Sturm ist allerdings nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Wasser, die "Florence" an die Küste getragen hat. Ein Problem ist auch, dass der Sturm sehr lange über dem Küstengebiet verweilt. Er bewegte sich am Sonntag nur mit minimalem Tempo von zuletzt 8 km/h vorwärts, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte.

Die Region ist dadurch über lange Zeit starkem Regen ausgesetzt. Bäume knickten um, Häuser und Strommasten wurden beschädigt. Nach Behördenangaben sind derzeit fast eine Million Menschen ohne Elektrizität. Der regionale Stromversorger Duke Energy hatte zeitweise mehr als 10.000 Fachkräfte im Einsatz, um die Stromversorgung wieder herzustellen.

US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche in das Gebiet an der Südostküste reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Obwohl operativ nicht zuständig, hatten der Präsident und das Weiße Haus über das gesamte Wochenende das Geschehen rund um "Florence" via Twitter kommentiert und die Arbeit der Rettungskräfte bewertet.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

 

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. September 2018 um 23:15 Uhr.

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