Kämpfer im Jemen. | Bildquelle: AFP

Konflikt mit Saudi-Arabien Huthis wollen Angriffe einstellen

Stand: 21.09.2019 03:25 Uhr

Der Anführer der Huthi-Rebellen im Jemen, al-Maschat, hat Saudi-Arabien in einer Fernsehansprache einen Waffenstillstand angeboten. Der Schritt kam, nachdem Riad zuvor Angriffe auf Huthi-Stellungen geflogen hatte.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen haben angekündigt, Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien einzustellen, wenn auch das Nachbarland seine Angriffe beende. "Wir hoffen, dass Riad positiv auf die Initiative reagiert", sagte Mahdi al-Maschat, Präsident des Obersten Politischen Rates der Huthis, in einer Fernsehansprache.

Er forderte, umgehend die Blockade des Flughafens in Sanaa zu beenden und Schiffe in den Hafen von Hodeia nicht mehr abzufangen. Sollte Saudi-Arabien mit seinen Bombardierungen und Luftangriffen allerdings fortfahren, hätten die Huthis das Recht, darauf zu reagieren, warnte der politische Anführer der Huthis.

Angriff auf saudisches Ölfeld - und Gegenschlag

Die Huthis hatten sich zu den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien am vergangenen Wochenende bekannt. Die USA und Saudi-Arabien machen allerdings den Iran für die Angriffe verantwortlich. Die Attacken mit Drohnen und Marschflugkörpern hatten die Ölproduktion Saudi-Arabiens zeitweise mehr als halbiert.

Knapp eine Woche später griff die von Riad geführte Militärkoalition verstärkt Huthi-Ziele an und zerstörte dabei nach eigenen Angaben unter anderem eine Seeminenfabrik. Auch ein angeblich von Huthis gesteuertes unbemanntes Boot voller Sprengstoff wurde im Roten Meer gestoppt und zerstört.

UN: Konflikt schlimmste humanitäre Krise der Welt

Die Huthis hatten vor fünf Jahren die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Sie kontrollieren große Teile des Nordjemens. Kurz darauf griff Saudi-Arabien zusammen mit anderen arabischen Staaten in den Konflikt ein.

Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt im Jemen als die aktuell schlimmste humanitäre Krise der Welt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 21. September 2019 um 01:00 Uhr.

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