Der amerikanische EU-Botschafter Sondland bei seiner Anhörung im US-Kongress. | Bildquelle: AP

Impeachment-Anhörung Sondland bringt Trump in Schwierigkeiten

Stand: 21.11.2019 05:29 Uhr

Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte EU-Botschafter Sondland hat mit seinen Aussagen in der Impeachment-Voruntersuchung einen Flächenbrand rund um das Weiße Haus ausgelöst.

Von Katrin Brand, ARD-Studio Washington

Es war die große Überraschung, die Bombe, auf die alle gewartet hatten, der Wendepunkt womöglich. Als Gordon Sondland mit seinem Eingangsstatement fertig war, mussten sich, so schien es, alle erst einmal sammeln. Adam Schiff, der Vorsitzende des Ausschusses, sprach - etwas erschöpft - von einer Menge an neuem Material, das die Abgeordneten nun durchgehen müssten.

Eine Menge an neuem Material: Das war ziemlich untertrieben. Gordon Sondland, der US-Botschafter bei der Europäischen Union, vom Präsidenten selbst eingesetzt, hatte ganz offenbar für sich beschlossen, sich nicht auf Gedächtnislücken zu berufen, sondern seine Wahrheit zu verkünden. Und das tat er mit großem Selbstbewusstsein.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, über mögliche politische Konsequenzen aus den Anhörungen
nachtmagazin 00:00 Uhr, 21.11.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Erste Botschaft: Ja, es gab ein "quid pro quo", also ein "gib du mir was, dann geb ich dir was", und zwar in Bezug auf ein Telefonat und einen Besuch im Weißen Haus.

Sondland: Es gab ein Quid pro Quo

Der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, so schilderte es Sondland, wollte sich dringend mit Präsident Trump treffen. Ein Wunsch, den Trump auch zunächst unterstützte, dann aber mit einer Bedingung verband. Erst sollte Selenskyj öffentlich ankündigen, dass er Ermittlungen aufnehmen würde, unter anderem in Sachen Korruption beim Energiekonzern Burisma. Das ist die Firma, für die Hunter Biden arbeitete, der Sohn von Joe Biden, dem früheren Vizepräsidenten und politischen Gegner von Trump.

Dass mit den Ermittlungen gegen Burisma tatsächlich Ermittlungen gegen die Bidens gemeint waren, das will Sondland damals aber nicht erkannt haben, das sei ihm erst später klar geworden.

US-Botschafter Sondland erhebt schwere Vorwürfe gegen Präsident Trump in der Ukraine-Affäre
tagesthemen 22:15 Uhr, 20.11.2019, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Sondland: Alle haben davon gewusst

Treibende Kraft hinter diesem "quid pro quo" sei Rudy Giuliani gewesen, Trumps persönlicher Anwalt. Wenn die Diplomaten etwas wissen wollten in Sachen Ukraine, hieß es vom Präsidenten, redet mit Giuliani. Den Diplomaten war das gar nicht recht, behauptete Sondland, aber: 

"Herr Giuliani drückte die Wünsche des Präsidenten aus, und wir wussten, dass ihm die Ermittlungen wichtig waren."

Wir, das war eine weitere explosive Enthüllung, das sollen auch Außenminister Mike Pompeo und Vizepräsident Mike Pence gewesen sein. Alle hätten es gewusst, behauptete Sondland - was die Minister Pompeo und Pence dementierten.

Trump sieht sich komplett entlastet

Eines aber konnte Sondland nicht liefern, und das ist das, worauf sich die Republikaner nun stürzen: den Beweis, dass Trump angeordnet hat, die Militärhilfe an Ermittlungen zu koppeln. Im Gegenteil, Trump habe ihm gesagt, er wolle nichts von der Ukraine, er wolle keine Gegenleistung. Was der Präsident am Abend noch bestätigte. Er hatte sich das mit schwarzem Filzer auf einen Zettel geschrieben.

Präsident Trump fühlt sich komplett entlastet, für ihn ist das Amtsenthebungsverfahren damit beendet, "it´s over", behauptete er später noch.

Von wegen, sagen die Demokraten. Sie glauben nach dem gestrigen Tag erst recht, dass sie genügend Material haben, um zu beweisen, dass Trump sein Amt missbraucht hat.

Heute schon geht es mit den nächsten Anhörungen weiter.

Zeuge bei Impeachment-Anhörungen belastet Trump
Arthur Landwehr, ARD Washington
20.11.2019 17:52 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. November 2019 um 16:00 Uhr.

Darstellung: