Der Zyklon "Phailin" erreicht die ostindische Küste.

Wirbelsturm "Phailin" in Indien Zyklon hinterlässt Spur der Zerstörung

Stand: 13.10.2013 10:14 Uhr

Der gewaltige Wirbelsturm "Phailin" hat an der Ostküste Indiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Sieben Menschen starben nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN-IBN, als entwurzelte Bäume ihre Häuser trafen. Augenzeugen berichteten von zahlreichen Überflutungen, umgeworfenen Autos und zerstörten Stromleitungen.

Indien nach dem Zyklon
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Ein Inder läuft nach heftigen Regenfällen eine Straße im Bundesstaat Orissa entlang.

Der nach Meteorologen-Angaben "sehr schwere Zyklon" war gestern Abend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern nahe der Stadt Gopalpur auf Land getroffen. In einer der größten Evakuierungsaktionen seit Jahrzehnten brachten die Behörden fast eine Million Menschen aus den Küstengebieten in den Bundesstaaten Orissa und Andhra Pradesh in Sicherheit. Insgesamt waren rund zwölf Millionen Menschen durch den Sturm betroffen.

Vor 14 Jahren hatte ein sogenannter Super-Zyklon ebenfalls die Küste Orissas getroffen, damals waren 15.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden erklärten, sie seien diesmal viel besser vorbereitet gewesen.

Inder nach dem Zyklon in einer Notunterkunft
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In einer Notunterkunft gibt es Essen für die Geflüchteten.

Rettungs- und Hilfskräfte begannen am Morgen damit, Straßen freizuräumen und die Kommunikation wieder herzustellen. Auch Ärzte und Medikamente wurden nach Medienberichten in die betroffene Region entsandt sowie Tausende Essenspakete bereitgestellt. Die Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber zunächst noch nicht starten. Der Sturm schwächte sich im Verlauf der Nacht ab, erreichte am Morgen aber noch immer Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern in der Stunde. Weitere starke Regenfälle werden vorausgesagt.

Schwerer Sturm auch auf den Philippinen

Mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern war zuvor der Taifun "Nairi" über den Norden der Philippinen hinweggefegt. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben.

Der Wirbelsturm war an der Ostküste der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen. Auf seinem Weg über die Insel deckte er tausende Häuser ab und knickte unzählige Bäume sowie Strommasten um. Zeitweise fiel im gesamten Sturmgebiet der Strom aus. Mehr als zwei Millionen Menschen waren davon betroffen, wie die Behörden mitteilten. Viele Gegenden wurden überflutet.

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