Untersuchung von Wrackteilen der abgestürzten Lion Air Maschine  | Bildquelle: AP

Flugzeug-Absturz in Indonesien Wrackteile gefunden

Stand: 31.10.2018 15:42 Uhr

Rettungskräfte haben Trümmerteile der abgestürzten Lion-Air-Maschine auf dem Meeresboden gefunden. Auch ein Signal des Flugschreibers wurde vernommen - der könnte Hinweise auf die Absturzursache liefern.

Nach dem Absturz der indonesischen Passagiermaschine der Fluglinie Lion Air haben Suchteams Wrackteile im Meer gefunden gefunden. Nach Angaben von Ermittlern wurden auch sogenannte Ping-Signale empfangen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Aufzeichnungsgeräten im Cockpit stammen.

Die Blackbox habe wegen der Strömungen jedoch nicht geborgen werden können, sagte der Chef der indonesischen Such- und Rettungsbehörde. Sie könnte Hinweise auf die Absturzursache liefern. Das Wrack der Maschine liegt etwa 30 Meter tief auf dem Meeresgrund.

Eine Boeing 737 mit der Lackierung der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air | Bildquelle: dpa
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Die erst zwei Monate alte Boeing 737 war am Montag in die Javasee gestürzt.

Personelle Konsequenzen

Das Flugzeugunglück zog personelle Konsequenzen bei Lion Air nach sich. Der Technische Direktor der Fluggesellschaft sei von seinen Aufgaben entbunden worden, teilte Verkehrsminister Budi Karya Sumadi mit. Dies gehe auf sein Geheiß zurück. Zudem ordnete der Ressortchef die Entlassung des Personals an, das den verunglückten Flug gebilligt hatte. Lion Air werde sich zudem einer vom Ministerium vorgenommenen Inspektion unterziehen müssen. Sämtliche Betriebsabläufe von Billig-Airlines in Indonesien kämen zudem auf den Prüfstand.

Die erst zwei Monate alte Boeing 737 MAX 8 war am Montag in die Javasee gestürzt. Sie war 13 Minuten vorher in Jakarta gestartet. Alle 189 Menschen an Bord starben. Der Flugzeugabsturz löste neue Bedenken über die Sicherheit in der rapide wachsenden Luftfahrtbranche Indonesiens aus.

Flugverbot für indonesische Airlines zuvor aufgehoben

Erst im Juni hatte die EU ein Flugverbot für indonesische Airlines für Ziele in Europa nach Lockerungen für bestimmte Anbieter voll aufgehoben, die USA hatten Fluggesellschaften aus dem Land schon 2016 nach zehn Jahren von einer Schwarzen Liste gestrichen.

Der US-Flugzeugbauer Boeing muss sich Fragen gefallen lassen - immerhin war die Unglücksmaschine noch sehr jung. Boeing-Experten werden nun in Jakarta erwartet, um bei der Ursachenforschung zu helfen. Daten von Webseiten zur Flugnachverfolgung legen nahe, dass es zuvor Unregelmäßigkeiten bei Flughöhe und Tempo gab.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Oktober 2018 um 09:00 Uhr.

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