Der indonesische Präsident Joko Widodo mit breitem Lächeln im April 2019 in Jakarta | Bildquelle: AP

Nach Wahl in Indonesien Widodo erklärt sich zum Sieger

Stand: 18.04.2019 14:02 Uhr

Die Hochrechnungen nach der Wahl in Indonesien haben bereits einen Erfolg für Präsident Widodo prognostiziert - nun hat er sich auch offiziell zum Sieger erklärt. Sein Konkurrent Prabowo erkennt das nicht an.

Der amtierende Staatschef Indonesiens, Joko Widodo, hat sich offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Er habe die Wahl mit rund 55 Prozent der Stimmen für sich entscheiden können, sagte Widodo und berief sich dabei auf die Hochrechnungen durch sogenannte Schnellauszählungen in mehreren Wahllokalen, die inzwischen fast abgeschlossen seien.

192 Millionen Menschen konnten wählen

Aus etwa 20 Ländern hätten ihn schon Glückwünsche zu seinem Erfolg erreicht, sagte Widodo weiter. Der 57-Jährige hat das Amt des Präsidenten seit 2014 inne.

Die rund 192 Millionen Einwohner des Landes waren dazu aufgerufen, neben dem Präsidenten auch ein neues Parlament sowie Provinz- und Kommunalvertretungen zu wählen. Bis die Stimmen aus allen rund 800.000 Wahllokalen ausgezählt sind, kann es noch mehr als einen Monat dauern.

Widodos Partei bei Parlamentswahl vorn

Bei der Abstimmung über die Zusammensetzung des Parlaments liegt den Hochrechnungen zufolge auch Widodos "Partei des demokratischen Kampfes" mit rund 20 Prozent aller Stimmen vorn. Insgesamt hatten sich Vertreter aus 16 Parteien im Kampf um die 575 Abgeordnetensitze beworben.

Prabowo reklamiert Wahlsieg für sich

Wie schon im Wahlkampf 2014 stand Widodo als Hauptkonkurrent der ehemalige General Prabowo Subianto mit seiner Oppositionspartei Gerindra gegenüber. Prabowo zweifelte den Wahlsieg des Amtsinhabers an und beanspruchte diesen der Nachrichtenagentur Antara zufolge für sich. Umfragen seines eigenen Wahlkampfteams hätten ergeben, dass er mit 55 Prozent aller Stimmen die Wahl für sich entscheiden habe, sagte Prabowo.

Der indonesische Ex-General Prabowo erklärt sich zum Sieger der Präsidentschaftswahl. | Bildquelle: REUTERS
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Auch der Ex-General Prabowo beanspruchte den Wahlsieg für sich.

Auch nach den Wahlen vor fünf Jahren hatte Prabowo seine Niederlage gegen Widodo zunächst nicht anerkannt und das Ergebnis vor Gericht angefochten, allerdings ohne Erfolg.

Die offiziellen Hochrechnungen ergaben, dass Prabowos Gerinda bei der Wahl der Parlamentssitze auf etwa 13 Prozent der Stimmen kam.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 18. April 2019 um 09:11 Uhr.

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