Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders bei einer Wahlveranstaltung in Des Moines, Iowa | Bildquelle: AFP

Vorläufiges Ergebnis Buttigieg bei Vorwahl in Iowa vor Sanders

Stand: 04.02.2020 10:29 Uhr

Die US-Demokraten haben Teilergebnisse der Vorwahl in Iowa veröffentlicht. Demnach liegt Buttigieg knapp vor Sanders. Warren kommt auf Platz drei, Biden auf Platz vier. Bislang sind 62 Prozent aller Wahlbezirke ausgezählt.

Der Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg liegt bei der ersten Vorwahl der Demokraten im US-Präsidentschaftsrennen vorne. Buttigieg kam nach Auszählung von 62 Prozent aller Wahlbezirke im Bundesstaat Iowa auf die meisten Delegiertenstimmen - gefolgt vom linken Senator Bernie Sanders, wie die Demokratische Partei in Des Moines am Dienstag nach langem Warten mitteilte.

Demokraten und Republikaner in Iowa hatten bei Hunderten Parteiversammlungen darüber abgestimmt, wen sie für den besten Präsidentschaftskandidaten ihrer Parteien halten. Beim sogenannten "Caucus" in Iowa geben die Wähler keine Stimmzettel ab. Sie kommen vielmehr in Schulen, Gemeindesälen oder Sporthallen zusammen und stellen sich in eine Ecke, die mit dem Namen ihres Kandidaten markiert ist. Abgestimmt wird in zwei Runden. Beim zweiten Wahlgang können sich die Wähler der gescheiterten Bewerber einem neuen Bewerber anschließen.

Programmierfehler verzögert Ergebnis

Die Vorwahlen hatten für die Demokraten mit einer Panne begonnen: Die Partei sah sich nach der wegweisenden ersten Abstimmung im Bundesstaat Iowa zunächst nicht in der Lage, Ergebnisse zu veröffentlichen. Zur Begründung nannte die Partei zunächst "Unstimmigkeiten" zwischen drei verschiedenen Datensätzen zu den Resultaten.

Später hieß es, ein Programmierfehler sei für die Unstimmigkeiten verantwortlich: Zwar habe eine App die Daten aus den einzelnen Bezirken korrekt erfasst, dabei habe es sich aber nur um einen Teil der Daten gehandelt. 

Präsidentschafts-Vorwahlkampf der Demokraten in Iowa mit Auszählpanne
tagesschau 17:00 Uhr, 04.02.2020, Verena Bünten, ARD Washington

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Deutliche Mehrheit für Trump

Die Verzögerung sorgte bei den Republikanern von US-Präsident Trump für hämische Reaktionen. Auf Twitter schrieb Trump: "Nichts klappt, genauso wie sie das Land regiert haben". Die einzige Person, die in Iowa einen sehr großen Sieg erringen konnte, sei "Trump".

Trump gewann die Vorwahl bei den Republikanern erwartungsgemäß mit großer Mehrheit. Als Amtsinhaber hatte er keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz in dem Rennen. Die Republikaner in Iowa teilten nach Auszählung aller Wahlbezirke mit, Trump sei auf gut 97 Prozent der Stimmen gekommen.

Seine beiden Konkurrenten - der frühere Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, und der konservative Radio-Moderator und Ex-Kongressabgeordnete Joe Walsh - kamen demnach jeweils nur auf etwas mehr als ein Prozent.

"Super Tuesday" im März

Die Vorwahl in Iowa gilt als wichtig. Die Wähler entscheiden dort zwar nur über 41 der 3979 Delegierten, die letztlich den demokratischen Präsidentschaftskandidaten wählen werden. Weil die Vorwahlen aber traditionell in Iowa beginnen, kommt dem ländlichen Bundesstaat im Mittleren Westen ein großes Gewicht zu: Ein guter Start kann die Aussichten eines Bewerbers auf die Präsidentschaftskandidatur befeuern - ein schlechtes Abschneiden ist nur schwer wieder wettzumachen.

Am 11. Februar findet die Vorwahl in New Hampshire statt. Die demokratischen Bewerber reisten von Iowa aus direkt dorthin weiter, um ihren Wahlkampf fortzusetzen. In New Hampshire liegt Sanders in Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftskandidaten vorne - sogar mit deutlichem Abstand zu Biden. Am 3. März folgt dann der "Super Tuesday" mit Abstimmungen in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten. Die Vorwahlen ziehen sich bis Juni hin. Im Sommer folgen Nominierungsparteitage beider Parteien. Die Präsidentschaftswahl steht schließlich am 3. November an.

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