IS-Kämpfer fahren auf einem Lkw und schwenken ihre schwarze Flagge.

Vormarsch der Terrormiliz IS im Irak Offenbar Hunderte Jesidinnen verschleppt

Stand: 09.08.2014 05:43 Uhr

Im Irak sind offenbar mehrere hundert jesidische Frauen von Kämpfern der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gefangen genommen worden. Wie ein Sprecher des irakischen Menschenrechtsministeriums berichtete, seien die Frauen allesamt jünger als 35 Jahre und zum Teil in Schulen in der Stadt Mossul eingesperrt. Darüber sei das Ministerium von den Familien der Frauen informiert worden.

Die Jesiden sind Kurden und leben vor allem in der Gegend um die nordirakische Stadt Mossul und im nahe gelegenen Sindschar-Gebirge. Zehntausende Mitglieder der religiösen Minderheit waren in den vergangenen Tagen von den Extremisten aus der Stadt Sindschar nahe der syrischen Grenze vertrieben worden und hatten in den Bergen Unterschlupf gesucht.

Flüchtlingsdrama im Irak
Brennpunkt, 08.08.2014

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Terroristen kontrollieren Staudamm bei Mossul

Zudem haben IS-Kämpfer den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm erobert. Das bestätigte die Führung der kurdischen Autonomieregion im Nordirak. Der Stabschef im Präsidialamt, Fuad Hussein, sagte nach Angaben des kurdischen Nachrichtenportals "Basnews", dass sich die Anlage in der Hand der Dschihadisten befinde. Die Mossul-Talsperre - der größte Staudamm des Iraks - liegt rund 40 Kilometer nordwestlich der gleichnamigen Stadt.

USA fliegen Luftangriffe gegen IS-Stellungen

US-Präsident Barack Obama kam der Bitte der Regierung in Bagdad nach, die irakische Armee "wenn nötig" beim Schutz der Jesiden mit Luftangriffen zu unterstützen. Das US-Militär flog am Freitagabend zwei Luftangriffe auf IS-Stellungen. Dabei habe es sich unter anderem um einen Drohnenangriff auf Artilleriegeschütze der Extremisten in der Nähe von Erbil gehandelt, sagte Pentagonsprecher John Kirby. Die Terroristen seien "erfolgreich eliminiert" worden.

Kurz darauf hätten F-18-Kampfflugzeuge ebenfalls erfolgreich Angriffe auf sieben Fahrzeuge und weitere Artilleriestellungen ausgeführt. Dort seien Laserbomben abgeworfen worden, sagte Kirby. Bereits Stunden zuvor hatten US-Kampfjets vom US-Flugzeugträger "George H.W. Bush" aus Angriffe auf Stellungen der IS nahe Sindschar geflogen.

Ingo Zamperoni, ARD Washington, zu den US-Luftangriffen
nachtmagazin 01:15 Uhr, 09.08.2014

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US-Senatoren fordern mehr Entschlossenheit

Führende US-Republikaner kritisieren die amerikanischen Luftangriffe im Irak als ungenügend. Der einflussreiche Senator John McCain sprach von einem halbherzigen Vorgehen und forderte weitaus entschlossenere Schritte. Die IS habe eine Expansion zum Ziel "und muss gestoppt werden", sagte der frühere Präsidentschaftsbewerber.

"Eine Strategie der Eindämmung funktioniert nicht gegen die IS", so McCain. "Je länger wir warten, um so größer wird die Bedrohung." Er warf Präsident Barack Obama vor, in Wahrheit keine Strategie zu haben. Ähnlich äußerte sich auch John Boehner, der Republikanerführer im Repräsentantenhaus: "Der Präsident braucht eine langfristige Strategie."

Mit dem Militäreinsatz will Obama den Vormarsch der IS-Kämpfer auf Erbil, dem Sitz der kurdischen Regionalregierung, stoppen. Dort haben US-Militärberater ein gemeinsames Einsatzzentrum mit der irakischen Armee eingerichtet, zudem gibt es dort ein US-Generalkonsulat.

Karte: Autonome Kurdenregion im Irak
galerie

Kurdengebiet im Irak: dunkelgrün - autonomes Kurdenregion, schraffiert - Gebiete unter kurdischer Kontrolle

Hilfsgüter für Flüchtlinge im Nordirak

Zudem warfen US-Flugzeuge in der vergangenen Nacht neue Hilfsgüter für die Flüchtlinge ab, die vor dem IS-Terror in das Sindschar-Gebirge im Norden geflohen sind. An dem Einsatz seien drei Transportflugzeuge beteiligt gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Washington mit.

Auch Großbritannien schickte Flugzeuge, um die eingeschlossene Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Eine direkte Beteiligung britischer Flieger an den US-Luftangriffen schloss Premierminister David Cameron aber aus. Die UN kündigten an, einen humanitären Korridor für die Flüchtlinge einzurichten. Dadurch solle es möglich werden, Zivilisten aus den bedrohten Gebieten zu holen, erklärte der UN-Gesandte im Irak, Nickolay Mladenov.

Steinmeier: Luftangriffe das einzige Mittel

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier stellte sich hinter die US-Luftangriffe. "Luftschläge scheinen kurzfristig das einzige Mittel, um ein Vorrücken der IS zu stoppen und Fluchtwege zu öffnen", sagte er. Es gehe darum, einen Genozid zu verhindern.

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