Rouhani | Bildquelle: Iranian President Office HANDOUT

Spannungen am Persischen Golf Rouhani kündigt Friedensplan an

Stand: 22.09.2019 11:39 Uhr

Der iranische Präsident Rouhani hat die ausländischen Truppen am Persischen Golf kritisiert. Diese erhöhten die Unsicherheit. Er wolle bei der UN-Generaldebatte einen regionalen Friedensplan anbieten.

Von Michael Lehmann, ARD-Studio Istanbul

Werde der Iran angegriffen, werde er massiv zurückschlagen, dann werde das Land des Angreifers zum Hauptschlachtfeld - diese martialischen Worte des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami, sind kaum verhallt, da versucht der iranische Präsident Hassan Rouhani mit deutlich ruhigeren Tönen, die Lage doch wieder zu entspannen. Natürlich ganz im Sinne des Iran.

Bei einer Militärparade am Morgen in Teheran sprach Rouhani über eine Art Friedensplan, die der Iran kommende Woche in New York präsentieren wolle: Bei der diesjährigen Versammlung der Vereinten Nationen werde man der Welt einen Plan unter dem Motto Hoffnung, Hormus und Frieden für die Region vorstellen.

Rouhani will bei UN-Vollversammlung regionalen Sicherheitsplan anbieten
tagesschau 12:00 Uhr, 22.09.2019

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Militärpräsenz erzeugt Unsicherheit

Der iranische Präsident wandte sich in der Ansprache an das eigene Volk und an andere Länder mit einer eher zahm formulierten Kritik an der verstärkten Militärpräsenz der USA und anderer westlicher Staaten. Diese könnten Probleme erzeugen und Unsicherheit für den Iran und die gesamte Region bringen. Daher will der Iran nun nach den Worten seines Präsidenten auch auf die Länder in der Nachbarschaft zugehen, mit denen es nicht nur im Streit ums Öl immer wieder Probleme gab.

Iran will mit Ländern kooperieren

Der Iran sei dabei bereit, Fehler der Vergangenheit zu verzeihen. Welche Länder und welche Fehler genau er meint, sagte Rouhani allerdings nicht. "Die Islamische Republik gibt bekannt, dass sie mit den Ländern in der Region zusammenarbeiten kann, um Sicherheit zu schaffen in der Region - am Persischen Golf und am Meer von Hormus."

Zu erwarten ist, dass die Vertreter des Iran bei den Vereinten Nationen im Laufe der kommenden Woche ein wenig mehr Details erläutern, wie genau der Iran mit den Ländern der Golfregion und an der so wichtigen Öl-Route auf der Straße von Hormus enger kooperieren will.

Rouhani mit Militärpersonal | Bildquelle: Iranian President Office HANDOUT
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Irans Präsident Rouhani will mit den Ländern kooperieren, um in der Region am Persischen Golf Sicherheit zu schaffen.

"Schaffen Sie kein Wettrüsten"

Etwas deutlicher fiel auch die Warnung des iranischen Präsidenten an die Länder aus, die wie die USA den Druck auf den Iran militärisch weiterhin hoch halten wollen: "Wir sagen denjenigen, die die Islamische Republik Iran für die Ereignisse in der Region verantwortlich machen: Wenn Sie es ehrlich meinen und Sicherheit in der Region suchen, dann schicken sie nicht so viele Waffen hierher. Schaffen Sie kein Wettrüsten in unserer Region."

Die Botschaft des iranischen Präsidenten wenige Tage vor der erwarteten offiziellen Rede bei den Vereinten Nationen also heißt im Kern vor allem: Je weiter weg vom Iran die westlichen Staaten mit ihren Flugzeugen, Schiffen und modernen Waffen blieben, umso mehr Sicherheit bedeute das für die Golfregion. Dass sich genau diese Staaten nach - aus ihrer Sicht - zahlreichen iranischen Attacken gegen Öllieferungen aus dieser Region massive Sorgen machen, wird eines der ganz wichtigen Themen für die UN-Vollversammlung sein.

Rouhani will "Friedensplan" für Region am Persischen Golf
Michael Lehmann, ARD Istanbul
22.09.2019 10:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. September 2019 um 11:00 Uhr.

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