Gletscher "Okjökull"  | Bildquelle: dpa

Zeremonie in Island Gedenktafel für Okjökull

Stand: 18.08.2019 16:42 Uhr

Der Okjökull ist der erste Gletscher in Island, der infolge der Erderwärmung geschmolzen ist. Bei einer Zeremonie wurde nun offiziell eine Gedenktafel enthüllt - darauf zu lesen: "Ein Brief an die Zukunft".

Mit einer Gedenktafel hat Island an den ersten isländischen Gletscher erinnert, der infolge des Klimawandels geschmolzen ist. In einer Zeremonie wurde die Tafel enthüllt. Die Plakette mit dem Titel "Ein Brief an die Zukunft" soll die Aufmerksamkeit darauf lenken, "was verloren geht, wenn die Gletscher der Erde verschwinden", teilten isländische und US-Wissenschaftler mit.

"In den nächsten 200 Jahren werden voraussichtlich alle unsere Gletscher diesen Weg gehen. Diese Gedenktafel soll deutlich machen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden muss. Nur ihr wisst, ob wir es getan haben."

Auf der Tafel ist zudem die im Mai gemessene CO2-Konzentration von 415 Teilen pro Million (ppm) vermerkt. Dies war der höchste jemals gemessene Kohlendioxid-Gehalt in der Erdatmosphäre. 

40 Meter dickes Eis

Damit eine Eisfläche als Gletscher gilt, muss "die Masse aus Eis und Schnee so dick sein, dass sie sich durch ihr eigenes Gewicht bewegt", sagte der Geologe Oddur Sigurdsson der Nachrichtenagentur AFP. Dies sei bei etwa 40 bis 50 Metern Dicke der Fall.

Gletscher in Island geschmolzen
tagesschau 13:15 Uhr, 18.08.2019, Christian Stichler, NDR

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Rund 400 Gletscher auf der subarktischen Insel sind durch die Erderwärmung bedroht. Der Okjökull im Westen des Landes war 2012 einem Bericht der Universität von Island zufolge auf nur noch 0,7 Quadratkilometer geschrumpft. 2014 verlor er seinen Gletscher-Status.

Der Vatnajökull im gleichnamigen Nationalpark in Island ist der größte Gletscher Europas. Der Park zählt seit Anfang Juli zum UNESCO-Welterbe. Einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom April zufolge könnten bis 2100 rund die Hälfte der Welterbestätten ihre Gletscher durch den Klimawandel verlieren. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. August 2019 um 17:15 Uhr.

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