Rauchende Gebäude auf Gazastreifen | Bildquelle: AFP

Angriffe aus Gaza Israel reagiert auf Raketenbeschuss

Stand: 04.05.2019 23:06 Uhr

Militante Palästinenser haben Hunderte Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert und dabei mehrere Menschen verletzt. Die israelische Armee reagierte umgehend.

Von Björn Dake, ARD-Studio Tel Aviv

Im Süden Israels schrillen die Sirenen. Sie warnen vor Geschossen aus dem Gazastreifen. Nach Angaben der israelischen Luftwaffe wurden Hunderte Raketen aus dem Küstengebiet abgefeuert. Eine davon hat ein Haus in Sha'ar Hanegev getroffen. Ofer Lieberman schaut an die Decke - und sieht den Himmel. Die Rakete hat ein Loch gerissen.

"Wir wussten, dass etwas passieren wird", sagt er. "Wir wussten nicht, wann und wo - aber wir wussten, dass es passiert."

Neue Konfrontation an Israels Grenze zu Gaza
tagesschau 12:55 Uhr, 04.05.2019

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Verletzte in Israel

Nach Angaben der israelischen Polizei wurden weitere Häuser getroffen. In Kiryat Gat wurde eine Frau im Gesicht verletzt. In Ashkelon trafen Splitter einen Mann. Öffentliche Schutzräume sind geöffnet, die Polizei hat Straßen und Strände abgesperrt, Kampfmittelräumdienste sind unterwegs.

Die israelische Armee konnte nach eigenen Angaben Dutzende Geschosse mit dem Raketenabwehrsystem Iron Dome, Eiserne Kuppel, abfangen. Israel macht die Hamas und den "Islamischen Dschihad" für die Angriffe verantwortlich. Die Luftwaffe hat nach eigenen Angaben begonnen, mehr als 30 Ziele im Gazastreifen anzugreifen. Auch Panzer sind im Einsatz. Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie schwarzer Rauch über Gaza aufsteigt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen wurden vier Menschen getötet. Es gab weitere Verletzte.

Angriffe sollen auch auf Eurovision Song Contest abzielen

Militante Gruppen in Gaza begründen ihre Angriffe mit dem Tod von Palästinensern bei den Protesten der vergangenen Tage. Die Terrorgruppe "Islamische Dschihad" machte deutlich, dass die Angriffe auch auf den Eurovision Song Contest abzielten. Zu dem Wettbewerb in zwei Wochen werden Tausende Besucher in Tel Aviv erwartet.

Olivier Rafowitz rechnet mit einer klaren Antwort Israels auf die Raketen aus Gaza. Rafowitz war früher ein Sprecher der israelischen Armee. "Hamas und 'Islamischer Dschihad' machen einen großen Fehler, wenn sie glauben, dass wir wegen des Eurovision-Wettbewerbs die Situation beruhigen wollen und keine Eskalation wollen."

Angriff im März

Im März hatte eine Rakete aus dem Gazastreifen ein Haus nordöstlich von Tel Aviv zerstört. Sieben Menschen wurden verletzt. Israels Luftwaffe bombardierte daraufhin drei Gebäude der Hamas in Gaza. Zu der Zeit war Israel im Wahlkampf, und Premierminister Benjamin Netanyahu musste um seine Wiederwahl bangen.

Wie Rafowitz im israelischen Fernsehen sagt, ist die Situation jetzt eine andere. "Wir können annehmen, dass es von israelischer Seite den Willen gibt, in den Gazastreifen zu gehen und das Hamas-Regime zu zerstören", sagt er. "So kann es ja nicht weitergehen. Wir werden angegriffen, wir antworten darauf, werden wieder angriffen - seit Jahren."

In den vergangenen Wochen war es relativ ruhig gewesen. Nach Medienberichten hatten sich Palästinenser und Israelis unter ägyptischer Vermittlung auf eine Waffenruhe verständigt.

Die Hamas wirft Israel aber vor, die Zusagen nicht einzuhalten. So halte Israel unter anderem Geld aus Katar zurück. Israel weist das von sich.

 

Raketen aus Gaza verletzen mehrere Israelis
Björn Dake, ARD Tel Aviv
04.05.2019 18:28 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Mai 2019 um 12:55 Uhr.

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