Rakete mit erster israelischer Mondsonde  gestartet | Bildquelle: dpa

Start von Cape Canaveral Israels Raumsonde auf dem Weg zum Mond

Stand: 22.02.2019 07:18 Uhr

Israel hat erstmals eine Raumsonde zum Mond geschickt. Von Cape Canaveral startete eine Rakete mit der Sonde an Bord. Sieben Wochen lang ist sie jetzt unterwegs und soll im April auf dem Mond landen.

Am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist eine Rakete mit der ersten israelischen Mondsonde gestartet. Dort startete pünktlich um 02.45 Uhr MEZ eine Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX.

Gut eine Minute nach dem Start hatte die Rakete bereits Überschallgeschwindigkeit erreicht und schoss als leuchtender Streifen durch den Nachthimmel. Das Raumfahrt-Kommando der US-Luftwaffe gratulierte auf Twitter zum erfolgreichen Start.

Israel schickt erstmals Raumsonde zum Mond
tagesschau 07:30 Uhr, 22.02.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Sieben Wochen unterwegs

Gut 30 Minuten nach dem Start wurde die Raumsonde von der Rakete abgekoppelt und in die Umlaufbahn der Erde gesetzt. Mit an Bord der Rakete sind außerdem ein indonesischer Satellit namens "Nusantara Satu" sowie ein Satellit für experimentelle Zwecke der US-Luftwaffe. Die kleine Sonde "Beresheet" ist jetzt sieben Wochen lang unterwegs, die Mondlandung wird am 11. April erwartet.

Rakete mit erster israelischer Mondsonde  gestartet | Bildquelle: REUTERS
galerie

Die Falcon-9-Rakete des Weltraumunternehmens SpaceX hob pünktlich mit der israelischen Raumsonde ab.

Kostenpunkt: 100 Millionen Dollar

"Beresheet" ist ein privates Projekt und wird von der Organisation SpaceIL vorangetrieben. "Beresheet" wäre damit nicht nur die erste israelische Sonde, sondern das erste private Weltraumgefährt überhaupt, das auf dem Mond landet. Die Mission kostet rund 100 Millionen Dollar. Die Sonde hat zwar ein wissenschaftliches Gerät zur Messung des Magnetfeldes des Mondes; Hauptziel der Mission ist aber die Mondlandung als solche.

Raumschiff der Mondmission | Bildquelle: dpa
galerie

In etwa so groß wie ein Kühlschrank: Israels Raumsonde "Beresheet" ist auf dem Weg zum Mond.

Symbolcharakter für Israel

Eine Mondlandung ist bislang nur den USA, Russland und China gelungen. Das Projekt hat deswegen starken Symbolcharakter für Israel. Eine Kapsel an Bord der Sonde enthält CDs mit Kinderbildern, israelischen Symbolen, Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden und einer Bibel.

Das Projekt hatte mit der Ausschreibung des mit 30 Millionen Dollar dotierten Google Lunar XPrize im Jahr 2010 begonnen. Der Preis sollte Forscher ermutigen, kostengünstige Mondmissionen zu entwickeln. Bis zum Auslaufen der in dem Preis festgelegten Frist im vergangenen März gelang zwar keinem der Bewerber eine Mondlandung, doch die israelischen Forscher setzten ihre Arbeit fort. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Februar 2019 um 09:00 Uhr.

Darstellung: