Israelisches Militärfahrzeug auf den Golan-Höhen | Bildquelle: AFP

Israel und Syrien Alarmbereitschaft an der Grenze

Stand: 21.03.2019 19:11 Uhr

Israel rechnet mit einem baldigen Angriff Irans auf seine Nordgrenze und verschärft die Sicherheitsvorkehrungen. In Syrien starben mindestens neun Menschen bei einem Raketenangriff.

Israel rechnet mit einem baldigen Angriff Irans auf seine Nordgrenze und verschärft die Sicherheitsvorkehrungen. Die Armee teilte mit, wegen "ungewöhnlicher Aktivitäten" iranischer Militäreinheiten auf syrischem Boden sei der Zivilschutz auf den Golan-Höhen angewiesen worden, Schutzbunker für die Zivilbevölkerung zu öffnen. Zudem wurden zuätzliche Luftabwehr-Batterien in Nordisrael stationiert und einige Reservisteneinheiten mobilisiert.

Generalstabschef Gadi Eisenkott sagte einen Auftritt auf einer Sicherheitskonferenz ab und beriet sich stattdessen mit führenden Militärs, Geheimdienstlern und Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, wie aus Verteidigungskreisen verlautete.

Luftangriff bei Damaskus

Syrien meldete unterdessen unmittelbar nach der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump einen israelischen Raketenangriff nahe der Hauptstadt Damaskus. Dabei sind Aktivisten zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Diese hätten für die syrische Regierung gekämpft, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Sana gemeldet, die Luftabwehr Syriens habe - ebenfalls südlich von Damaskus - zwei israelische Raketen abgeschossen. Die israelische Armee hatte zuletzt mehrfach Ziele in Syrien angegriffen. Beobachter nehmen an, dass sich die Angriffe gegen die Hisbollah richten. Diese wird vom ebenfalls schiitischen Iran unterstützt und kämpft in Syrien an der Seite der Regierungstruppen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Mai 2018 um 05:20 Uhr.

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