Am Istanbuler Flughafen ist eine Maschine bei der Landung zerbrochen. | Bildquelle: AP

Türkei Drei Tote bei Bruchlandung in Istanbul

Stand: 06.02.2020 10:38 Uhr

Nach der Bruchlandung am Istanbuler Flughafen ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. 179 Menschen wurden verletzt, darunter die Piloten. Das Flugzeug war hart aufgekommen, in ein Feld gerutscht und in mehrere Teile zerbrochen.

Die Zahl der Toten bei der Bruchlandung eines Flugzeugs auf dem Airport von Istanbul ist auf drei gestiegen. 179 Menschen seien verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Beim Landeanflug war die Maschine am Mittwoch von der Landebahn geschlittert, auf ein Feld gekracht und in Stücke zerbrochen. Die Staatsanwaltschaft leitete laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ermittlungen ein.

An Bord befanden sich nach Angaben des Gouverneurs von Istanbul 183 Menschen, darunter 22 Ausländer. Deutsche waren offenbar nicht an Bord. Das Auswärtige Amt in Berlin hat nach eigenen Angaben derzeit keine Erkenntnisse, dass sich Deutsche unter den Passagieren befunden haben.

Fernsehbilder zeigten schwere Schäden am Rumpf der Maschine, er zerbrach offenbar in drei Teile. Passagiere wurden durch die Risse hindurch ins Freie gebracht. Videobilder zeigten das Wrack bei starkem Regen und heftigem Wind auf einem Feld. Rauch steigt von einem der Triebwerke auf, während Passagiere aus dem Rumpf auf die Tragflächen klettern und sich von der Maschine entfernen.

Bruchlandung am Istanbuler Flughafen
tagesschau 05:30 Uhr, 06.02.2020

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Auch Piloten unter den Verletzten

Dutzende Rettungskräfte waren bei Flutlicht im Einsatz. Unter den Verletzten waren laut einem Bericht des privaten Fernsehsenders NTV auch die beiden Piloten, ihr Zustand sei ernst. Der Gouverneur von Istanbul, Ali Yerlikaya, sagte, das Flugzeug sei bei schlechtem Wetter gelandet, habe sich auf der Rollbahn nicht halten können und sei 50 bis 60 Meter weit geschlittert, bevor es aus einer Höhe von etwa 30 Metern in einen Graben gestürzt sei. Die Verletzten seien in verschiedene Krankenhäuser gebrachtt worden.

Der Überlebende Dogus Bilgic schilderte dem Sender NTV, er sei durch eine Lücke neben seinem Sitzplatz aus der zertrümmerten Maschine hinausgeklettert. "Wir waren rund 20 bis 30 Sekunden auf der Rollbahn unterwegs, dann flogen wir plötzlich von der Rollbahn. Es passierte binnen Sekunden", sagte der 24-Jährige. Er erlitt eine Beinverletzung und saß daher im Rollstuhl.

Nicht die erste Pegasus-Bruchlandung

Das Flugzeug gehörte laut NTV der privaten Billigfluggesellschaft Pegasus und kam aus Izmir. Bei der Maschine handelte es sich der Flug-Tracking-Website Flightradar24 zufolge um eine elf Jahre alte Boeing 737. Pegasus mit Sitz in Istanbul bedient 97 Strecken, die meisten innerhalb der Türkei, nach Europa, in den Nahen Osten und nach Zentralasien.

Der Sabiha-Gökcen-Flughafen wurde nach dem Zwischenfall gegen 18.30 Uhr Ortszeit geschlossen. Seit dem frühen Morgen ist die betroffene Start- und Landebahn wieder freigegeben. Dennoch gab es weitere Verspätungen und Flugausfälle.

Erst am 7. Januar war ein Flugzeug von Pegasus mit 164 Menschen an Bord auf demselben Flughafen von der Rollbahn gerutscht. Seinerzeit gab es keine Toten oder Verletzten. Im Januar 2018 rutschte ein weiteres Flugzeug der Pegasus-Flotte auf dem Flughafen von Trabzon im Nordosten der Türkei von einer Rollbahn. Die Maschine kam in schlammigem Gelände unmittelbar am Wasser des Schwarzen Meers zum Stehen. Niemand unter den 168 Passagieren und Besatzungsmitgliedern wurde verletzt.

Flugzeugunglück Istanbul: Drei Tote, 179 Verletzte
Thomas Bormann, ARD Istanbul
06.02.2020 07:52 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Februar 2020 um 05:30 Uhr.

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