Unfall in Süditalien | Bildquelle: AFP

Italien Zwölf Landarbeiter bei Unfall gestorben

Stand: 06.08.2018 21:00 Uhr

In Süditalien sind bei einem Unfall zwölf ausländische Landarbeiter gestorben. Ihr Bus war mit einem Lkw zusammengestoßen. Jeden Sommer kommen Tausende aus Afrika und Osteuropa zur Ernte nach Italien.

Bei einem Verkehrsunfall in Süditalien sind zwölf ausländische Landarbeiter ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, stieß ihr Lieferwagen mit einem Lastwagen zusammen, als sie von der Feldarbeit zurückkehrten. Keines der Todesopfer stammte demnach aus einem Land der Europäischen Union. 

Der Vorfall ereignete sich im Gebiet von Foggia in Apulien. Dort waren bereits am Samstag bei einer Kollision mit einem Laster vier Afrikaner ums Leben gekommen und vier weitere schwer verletzt worden.

In der Region sind jeden Sommer Tausende Arbeitskräfte aus verschiedenen afrikanischen Staaten sowie aus Polen, Bulgarien und Rumänien bei der Tomatenernte unter sengender Sonne im Einsatz. Häufig sind sie in Elendsquartieren untergebracht und Machenschaften der Mafia ausgesetzt.

Marsch für würdige Arbeitsbedingungen

Gewerkschaften und Vereinigungen zur Unterstützung der ausländischen Arbeiter verlangen seit Jahren ein System öffentlicher Verkehrsmittel in der Haupterntesaison. Auf einer Versammlung am Sonntag hatten zahlreiche afrikanische Erntearbeiter beschlossen, am Mittwoch in den Streik zu treten.

Aboubakar Soumahoro, Delegierter der Basisgewerkschaft USB, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Landarbeiter würden bei einem "Marsch für würdige Arbeitsbedingungen" von den Feldern bis zur Stadt Foggia laufen. 

Über dieses Thema berichtete das Europamagazin am 26. August 2018 um 12:45 Uhr.

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