Ivanka Trump | Bildquelle: REUTERS

Vermischung von Geschäft und Amt Ivanka Trump macht nicht mehr in Mode

Stand: 24.07.2018 22:18 Uhr

Präsidententochter Ivanka Trump hat ihre Modemarke eingestellt. Damit beendete sie den Streit über Einkünfte neben ihrem Job im Weißen Haus.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Die Tochter des US-Präsidenten, Ivanka Trump, hat mitgeteilt, sie wisse nicht, wann sie sich wieder um ihr Geschäft kümmern könne. Auf absehbare Zeit werde sie in Washington sein, darum sei es nur fair gegenüber Mitarbeitern und Partnern, das Modegeschäft zu beenden.

Seit 2014 hatte Ivanka Trump Kleidung und Accessoires unter ihrem eigenen Namen angeboten. Nach dem Wahlsieg ihres Vaters wurde sie seine Beraterin im Weißen Haus und übergab die Geschäfte ihrer Modelinie an Mitarbeiter. Sie profitierte aber weiter von den Einnahmen.

Die Geschäfte liefen im Wahljahr 2016 besonders gut, brachen seitdem aber wieder ein. Gleichzeitig gibt es immer wieder Kritik an den Geschäften der Trump-Familie, auch an Ivankas Modelinie. Es geht um die Vermischung von Geschäft und Amt.

Donald und Ivanka Trump | Bildquelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com
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Ivanka Trump arbeitet für ihren Vater als Beraterin im Weißen Haus.

Debatte um China-Deal

Erst kürzlich hatte die chinesische Regierung für Trump sieben Markenzeichen schützen lassen. Daraufhin gab es eine Debatte, ob sie von China aus politischen Gründen bevorzugt wurde.

Präsidenten-Beraterin Kellyanne Conway musste sich im vergangenen Jahr rechtfertigen, als sie in einem Interview zum Kauf von Ivankas Kleidern aufrief. Der Präsident selbst kritisierte die Kaufhaus-Kette Nordstrom, als sie Ivankas Produkte aus dem Sortiment nahm. Auch andere große Ketten trennten sich von der Modelinie. Die offizielle Begründung war jeweils, dass sich die Produkte nicht mehr so gut verkauften.

Von dem Ende des Modegeschäfts sind 18 Mitarbeiter betroffen, die Lizenzverträge mit anderen Herstellern sollen jetzt nach und nach auslaufen.

Ivanka Trump schließt ihre Modefirma
Jan Bösche, ARD Washington
25.07.2018 09:36 Uhr

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