Eine Karte von Jemen mit Sanaa und Hodeida

Militärkoalition Saudische Angriffe im Jemen

Stand: 20.09.2019 06:57 Uhr

Knapp eine Woche nach der Attacke auf saudische Ölanlagen hat Riads Militärkoalition Angriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen geflogen. Ziel war eine Seeminenfabrik nahe der Hafenstadt Hodeida.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat mehrere Ziele der Huthi-Rebellen im Nachbarland Jemen angegriffen. Dabei seien mehrere Produktionsstätten von Seeminen und ferngesteuerten Booten zerstört worden, meldete die staatliche saudische Agentur SPA.

Zuvor hatten die Streitkräfte nach eigenen Angaben einen Angriff der Huthis mit einem ferngesteuerten Sprengstoffboot vereitelt. Das Boot sei im Süden des Roten Meers entdeckt und zerstört worden, hieß es. Es sei von Hodeida aus gelenkt worden. Das Ziel des Sprengstoffboots war unbekannt.

Angriff auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien

Vor knapp einer Woche hatten sich die Huthi-Rebellen, die im Krieg mit der saudischen Militärkoalition von Iran unterstützt werden, zu einem Angriff auf Ölanlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in zwei Städten bekannt.

Die US-Regierung, die mit Riad verbündet ist, macht Iran dafür verantwortlich - auch Saudi-Arabien sieht Teheran "unzweifelhaft" als Verantwortlichen an. Die iranische Regierung bestreitet hingegen eine Verwicklung in die Angriffe.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. September 2019 um 07:00 Uhr.

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