Kunstwerk mit Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un | Bildquelle: REUTERS

Gespräche in Wladiwostok Kim und Putin treffen sich Donnerstag

Stand: 23.04.2019 17:28 Uhr

Zwischen Nordkorea und den USA knirscht es und die erst im vergangenen Jahr wieder aufgenommenen Gespräche stocken. Nun trifft sich der nordkoreanische Machthaber Kim das erste Mal mit Kremlchef Putin.

Der Kreml hat ein Treffen von Präsident Wladimir Putin mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Russland bestätigt. Das teilte Präsidentenberater Juri Uschakow mit, meldete die russische Agentur Interfax.

Demnach wollen sich die beiden Politiker an diesem Donnerstag in der ostrussischen Hafenstadt Wladiwostok in der Nähe der Grenze zu Nordkorea treffen. Kim reist auf Einladung Putins ins Nachbarland.

Auf historischen Pfaden unterwegs

Kim werde an diesem Mittwoch in einem gepanzerten Zug gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 2.00 Uhr MEZ) an einer russischen Grenzstation erwartet, schrieb Interfax zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. An dem Bahnhof mit dem Namen Hassan werde Kim einen kurzen Stopp einlegen und ein Haus besuchen, wo sich bereits sein Vater Kim Jong Il und Großvater Kim Il Sung bei Reisen kurzzeitig aufhielten.

Kim Jong Il besucht 2002 den damaligen russischen Präsidenten Putin in Wladiwostok
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Kim Jong Il besucht 2002 den damaligen russischen Präsidenten Putin in Wladiwostok.

Bislang hatten Russland und Nordkorea Vorbereitungen auf ein Treffen zwar bestätigt, aber Angaben weder zum Ort noch zum Zeitpunkt der Begegnung gemacht. Ein Kremlsprecher begründete dies wiederholt mit Sicherheitsbedenken.

Während Kim sich mit Putin trifft, halten die Spannungen zwischen Nordkorea und der US-Regierung an. Die Führung in Pjöngjang machte in der vergangenen Woche ihrem Unmut Luft - unter anderem wegen der unnachgiebigen Position der US-Regierung bei den gegen Nordkorea verhängten Sanktionen. Sie will außerdem nicht mehr mit US-Außenminister Mike Pompeo über ihr umstrittenes Atomprogramm verhandeln. Pompeo wies diese Forderung zurück.

Moskau setzt auf Lockerung im Atom-Streit

Moskau setzt sich für eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für ein Entgegenkommen Pjöngjangs beim umstrittenen Atomprogramm ein. Aktuell geht es nach russischen Medienangaben darum, dass Zehntausende nordkoreanische Gastarbeiter das Land verlassen müssten. Russland und Nordkorea haben eine kurze gemeinsame Grenze.

Russland hatte Kim bereits im Mai vergangenen Jahres eingeladen. Damals überreichte Außenminister Sergej Lawrow die Einladung in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Seither war immer wieder über den Zeitpunkt eines Treffens spekuliert worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. April 2019 um 17:00 Uhr.

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