Tausende von Schülern auf der "Fridays for Future"-Klimademonstration in Rom. | Bildquelle: dpa

"Fridays for Future" Hunderttausende erneut auf der Straße

Stand: 27.09.2019 17:31 Uhr

Eine Woche nach dem "globalen Klimastreik" haben wieder Hunderttausende demonstriert. In Italien sollen eine Million Menschen auf die Straße gegangen sein. Die Proteste in deutschen Städten fielen verhalten aus.

Vom Pazifik bis nach Europa: Zum Abschluss einer internationalen Streikwoche haben heute abermals Hunderttausende Menschen weltweit für mehr Klimaschutz protestiert. Zum Auftakt versammelten sich Zehntausende in Neuseeland vor dem Parlament in der Hauptstadt Wellington. Es war einer der größten Proteste, die je in der neuseeländischen Hauptstadt abgehalten wurden. Nach Schätzungen sollen dort bis zu 40.000 Menschen zusammengekommen sein.

Weltweit demonstrieren zahlreiche Menschen für besseren Umweltschutz
tagesthemen 21:47 Uhr, 27.09.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

In Deutschland fielen die Proteste diesmal deutlicher verhaltener aus als am Freitag in der vergangenen Woche. Damals gingen 1,4 Millionen Menschen auf die Straße - ein gutes Drittel der weltweiten Teilnehmer. In Hamburg trotzten nach Angaben der Polizei 3200 Teilnehmer dem Regenwetter. In München nahmen laut Polizei rund 2000 Menschen bei einem Demozug durch die Innenstadt teil. Die Veranstalter hatten allerdings mit 3000 Teilnehmern gerechnet.

Bürgermeister unterstützt Demo

Bei sommerlichen Temperaturen um die 27 Grad erlebte Mallorca die größte Klimaschutz-Kundgebung seit Beginn der Jugendbewegung "Fridays for Future". Tausende junge Menschen hatten sich schon Stunden vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung auf der Plaza del Tubo im Zentrum der Hauptstadt der spanischen Urlaubsinsel versammelt. Sie zogen von dort aus Richtung Rathausplatz. Nach Polizeischätzung waren es mindestens 5000 Demonstranten. Aktionen für mehr Klimaschutz fanden auch in vielen weiteren Städten Spaniens statt. In den Metropolen Madrid und Barcelona sind sie aber erst für abends angesetzt.

200.000 Menschen in Rom

Vor allem in Italien beteiligten sich diesmal viele Menschen an den Protestmärschen. Mehr als eine Million junge Leute demonstrierten nach Angaben der Organisatoren für einen besseren Schutz des Weltklimas. Allein in der Hauptstadt Rom sollen mehr als 200.000 Menschen am Klimastreik teilgenommen haben. Die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden. Einige Demonstranten brachten angesichts jüngster Warnungen vom Mont Blanc wegen eines Gletscherabbruchs auch ihre Sorge um das Abschmelzen der Eismassen zum Ausdruck. In Mailand demonstrierten 150.000 Menschen.

Thunberg will in Montreal demonstrieren

Auch in der schwedischen Heimat von Klima-Aktivistin Greta Thunberg versammelten sich in Stockholm, Uppsala, Malmö und Umea etliche Menschen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. In Stockholm sprachen die Organisatoren der Bewegung "Fridays for Future" von  60.000 Teilnehmern.

Thunberg selbst war nicht in Stockholm. Sie war vor gut einem Monat anlässlich mehrerer Klimagipfel über den Atlantik in die USA gereist. Sie will heute an einer Großkundgebung im kanadischen Montreal teilnehmen.

1/6

Ursachen und Folgen des Klimawandels

Grafik zu Abweichungen von der weltweiten Durchschnittstemperatur

Wie sehr weicht die Durchschnittstemperatur vom langjährigen Mittelwert ab? Diese Grafik zeigt die jährlichen Temperaturabweichungen weltweit seit 1900. Die Nulllinie wurde aus den Durchschnittstemperaturen im Zeitraum von 1901 bis 2000 errechnet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. September 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: