Ivan Duque reckt lachend den Daumen. | Bildquelle: dpa

Erste Wahlrunde in Kolumbien Konservativer Kandidat Duque führt

Stand: 28.05.2018 00:55 Uhr

Bei der Präsidentenwahl in Kolumbien liegt der rechtsgerichtete Kandidat Iván Duque vorn. Keiner der Kandidaten hat die Marke von 50 Prozent überschritten - damit wird es eine Stichwahl geben.

Der konservative Kandidat Iván Duque liegt bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Kolumbien vorn. Der Bewerber der rechten Partei Centro Democrático führte mit 39 Prozent, wie das Wahlamt nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte.

An zweiter Stelle lag mit 25 Prozent demnach Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana. Die beiden Bestplatzierten treten bei der Stichwahl am 17. Juni gegeneinander an.

Gustavo Petro und Ivàn Duque, Präsidentschaftskandidaten in Kolumbien | Bildquelle: AP
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Gustavo Petro (links) und Ivàn Duque werden bei der Stichwahl am 17. Juni gegeneinander antreten.

Zukunft des Friedensabkommens auf dem Spiel

Bei der Abstimmung ging es vor allem um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung FARC. Der international bejubelte Friedensprozess ist in dem südamerikanischen Land selbst äußerst umstritten. Duque will den Vertrag in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben. Petro hingegen will an dem Abkommen festhalten.

Die Wahl ist die erste seit dem von Santos forcierten Friedenspakt mit der FARC, der 2016 einen mehr als 50 Jahre langen Konflikt beendete.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Mai 2018 um 01:47 Uhr.

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