Türkische Sicherheitskräfte im Osten des Landes

Militäroffensive gegen PKK Mehrere Tote bei Kämpfen in Osttürkei

Stand: 03.09.2016 13:12 Uhr

Bei Gefechten mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der osttürkischen Provinz Van sind mindestens acht Soldaten und elf kurdische Kämpfer getötet worden. Bereits am Freitag waren Dutzende Menschen bei Kämpfen in der Region gestorben.

Im Südosten der Türkei sind bei Kämpfen zwischen dem Militär und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK mehrere Menschen getötet worden. Acht Soldaten und elf PKK-Kämpfer seien in der Nacht ums Leben gekommen, erklärte das Büro des Provinzgouverneurs. Das Militär fliege weiterhin Angriffe auf Stellungen der PKK in der Provinz Van, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die örtlichen Behörden.

Anhaltende Kämpfe

Die überwiegend von Kurden bewohnte Provinz liegt im Südosten der Türkei an der Grenze zum Iran. Bereits am Freitag hatten sich türkische Sicherheitskräfte und PKK-Kämpfer Gefechte geliefert, bei denen 27 PKK-Angehörige und mindestens sieben Soldaten starben.

Seit Monaten kommt es im Südosten der Türkei immer wieder zu Gefechten zwischen dem Militär und der nach Autonomie strebenden PKK. Im Juli 2015 zerbrach ein Waffenstillstand, der zweieinhalb Jahre gehalten hatte. Seitdem kamen mehr als 600 türkische Sicherheitskräfte und Tausende PKK-Kämpfer ums Leben. Menschenrechtsgruppen zufolge starben auch Hunderte von Zivilisten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. September 2016 um 13:00 Uhr

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