Las Vegas Massaker Einigung Schadenersatz | Bildquelle: AP

Las-Vegas-Massaker Hotel zahlt Millionen-Entschädigung

Stand: 04.10.2019 12:19 Uhr

Zwei Jahre nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten werden die Angehörigen und Opfer finanziell entschädigt. Der Hotel-Konzern MGM hat zugestimmt, bis zu 730 Millionen Euro zu bezahlen.

Der Hotel-Konzern MGM zahlt an Angehörige und Überlebende des Las Vegas-Massakers vor zwei Jahren bis zu 800 Millionen Dollar (730 Millionen Euro). Darauf hat sich MGM mit den Opfer-Anwälten geeinigt.

Damit übernimmt das Unternehmen die Verantwortung für den Umstand, dass der Schütze vom 32. Stock des "Mandalay Bay Resort and Casino" in die Besuchermenge eines Countrymusik-Festivals gefeuert hatte.

Er tötete 58 Menschen und verletzte mehr als 800. Die Kläger warfen dem Konzern Nachlässigkeit bei der Betreuung des Hotels vor, weil Stephen Paddock in seiner Hotelsuite unbemerkt zwei Dutzend Schusswaffen und große Mengen Munition gehortet hatte.

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Die Überlebende Chelsea Romo zeigt auf der Pressekonferenz zur Einigung ihre Gesichtsverletzung.

Kein Schuldeingeständnis des Hotel-Konzerns

Die jetzt erzielte Vereinbarung kommt laut dem veröffentlichten Statement keinem Schuldeingeständnis des Konzerns gleich. Wieviel Geld tatsächlich ausgezahlt wird, hängt davon ab, wieviele Kläger sich der Vereinbarung anschließen und ihre Klagen nicht vor Gericht weiterverfolgen, hieß es.

Der führende Klägeranwalt Robert Eglet bezeichnete die Einigung als "Meilenstein", sie sei außerdem "eine faire Kompensation". MGM-Chef Jim Murren erklärte, sein Unternehmen habe eine Lösung angestrebt, die den Überlebenden und Angehörigen sowie der Gemeinde von Las Vegas in ihrem "Heilungsprozess" helfe.

Stephen Paddock hatte am 1. Oktober 2017 mehr als 1100 Schüsse auf die Besucher eines Musikfestivals abgefeuert. Als Polizisten seine Hotel-Suite stürmten, erschoss er sich selbst. Das Motiv des Täters wurde nie aufgeklärt.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 03. Oktober 2019 um 21:16 Uhr.

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