Rettungskräfte suchen nach dem Lawinenabgang nach Überlebenden. (Foto vom 28. Dezember) | Bildquelle: STRINGER/EPA-EFE/REX

Unglück im Schnalstal Schock und Ermittlungen nach der Lawine

Stand: 29.12.2019 13:26 Uhr

Nach dem Lawinenabgang in Südtirol am Samstag eilten 100 Retter zur Teufelsegg-Piste, doch für drei Deutsche kam die Hilfe zu spät. Nun sucht die Staatsanwaltschaft nach der Unglücksursache.

Von Sarah Zerback, ARD-Studio Rom

Am Tag nach dem Unglück ist die kleine Gemeinde geschockt. Etwa 1200 Einwohner hat Schnals in Südtirol, Bürgermeister Karl Josef Rainer zeigt sich tief betroffen: "Ich spreche den Familien mein Beileid aus. Es ist ein tragisches Unglück. Und die Rettungskräfte haben schnell reagiert, haben alles Mögliche getan."

Eine junge Frau und zwei Kinder aus Deutschland konnten sie jedoch nicht retten - sie haben das Lawinenunglück nicht überlebt. Gegen Samstagmittag waren sie auf der Teufelsegg-Piste unterwegs, als sich die Lawine auf rund 3000 Metern Höhe löste. Etwa 100 Kräfte von Bergrettung und Feuerwehr waren im Einsatz. Doch bis sie die deutschen Skifahrer unter den Schneemassen entdeckten, dauerte es rund anderthalb Stunden. Einer der Retter erzählt: "Auch mit Suchhunden haben wir die Lawinen abgesucht. Und drei Personen haben wir dann unter den Schneemassen gefunden."

Drei Deutsche bei Lawinenunglück in Südtirol getötet
tagesschau24 09:00, 29.12.2019

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Keine Verschütteten mehr

Eine 35-jährige Frau und ein siebenjähriges Mädchen aus Thüringen konnten zu diesem Zeitpunkt nur noch tot geborgen werden. Das andere Mädchen aus Nordrhein-Westfalen konnte am Unglücksort wiederbelebt werden, es wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, wo es jedoch kurze Zeit später verstarb. Ein Mann und sein elfjähriger Sohn - ebenfalls aus Deutschland - wurden bei dem Unglück verletzt. 

Noch am späten Abend war die Sorge groß, dass sich noch weitere Menschen unter den Schneemassen befinden könnten. Das hat sich jedoch nicht bestätigt. Am Morgen gab die Südtiroler Bergwacht Entwarnung und beendete die Suche nach möglichen Verschütteten.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Unklar ist, wie die Lawine über der Skipiste abgehen konnte. Laut Thomas Stecher, dem Direktor der Gletscherbahnen, wurde die Abfahrt von Mitarbeitern täglich geprüft und war als sicher eingestuft worden. Eine akute Lawinengefahr habe nicht bestanden, zitieren ihn italienische Medien.

Nach Angaben der italienischen Polizei gebe es zurzeit keine Hinweise darauf, dass Skiläufer abseits der Piste die Lawine ausgelöst hätten. Inzwischen ist die Staatsanwaltschaft Bozen am Unglücksort angekommen, um zu ermitteln.

Nach dem Lawinenunglück in Südtirol: Staatsanwaltschaft ermittelt
Sarah Zerback, ARD Rom
29.12.2019 12:47 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Dezember 2019 um 12:00 Uhr.

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