Proteste in Beirut | Bildquelle: WAEL HAMZEH/EPA-EFE/REX

Libanon Verletzte bei Anti-Regierungs-Protesten

Stand: 20.01.2020 08:29 Uhr

Auch am Sonntag sind bei Protesten im Libanon viele Dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse gegen die regierungskritischen Demonstranten ein.

Bei neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Libanon sind wieder zahlreiche Menschen verletzt werden. Die Nachrichtenagentur AFP schreibt von 145 Menschen, die in Krankenhäusern behandelt werden müssten und beruft sich auf das libanesische Rote Kreuz. In anderen Berichten ist von mindestens 114 Verletzten die Rede. Sicherheitskräfte hatten Demonstranten in der Hauptstadt daran gehindert, in das Parlamentsgebäude einzudringen.

Mindestens 70 Verletzte bei neuer Gewalt in Beirut
tagesschau 20:00 Uhr, 19.01.2020

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Steine und Gummigeschosse

Demonstranten versuchten, Metallsperren vor dem Parlament zu überklettern und warfen Augenzeugen zufolge wie am Vortag Steine auf die Einsatzkräfte. Diese setzten daraufhin Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein.

Schon am Samstag waren bei schweren Auseinandersetzungen in Beirut Hunderte Menschen verletzt worden. Auch hier schwanken die Angaben - in einigen Berichten ist von mehr als 200, in anderen von bis zu 400 Verletzten die Rede. "Es gibt keine friedlichen Proteste mehr, wenn unsere Politiker unsere Forderungen immer noch ignorieren", sagte ein Demonstrant einem örtlichen Fernsehsender zufolge.

Im Libanon kommt es seit Mitte Oktober zu Massenprotesten, die zum Rücktritt von Ministerpräsident Saad Hariri führten. Seitdem wurde aber immer noch keine neue Regierung gebildet. Die Proteste haben in dem arabischen Land die schwerste politische und wirtschaftliche Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren ausgelöst. In den vergangenen Wochen hatten sich die Proteste beruhigt, bevor sie am Samstag dann erneut ausbrachen.

Hisbollah beeinflusst Politik

Dem mit der Regierungsbildung beauftragten Universitätsprofessor Hassan Diab ist es bisher nicht gelungen, ein neues Kabinett zu bilden. Er möchte eine Regierung aus Technokraten. Die wichtigsten politischen Blöcke ringen im Hintergrund jedoch um Einfluss. Besonders stark ist die schiitische Hisbollah, die enge Kontakte zum Iran pflegt.

Proteste in Beirut | Bildquelle: WAEL HAMZEH/EPA-EFE/REX
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Die Polizei setzte Gummigeschosse ein - die gefährlich

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Januar 2020 um 20:00 Uhr.

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