Ermittler berichtet über die Erkenntnisse nach dem Lion-Air-Absturz | Bildquelle: BAGUS INDAHONO/EPA-EFE/REX/Shutt

Ermittlungsergebnisse Lion-Air-Maschine war nicht flugtüchtig

Stand: 28.11.2018 08:52 Uhr

Die vor Indonesien abgestürzte Lion-Air-Maschine hätte am Boden bleiben müssen - das ist das Ergebnis der vorläufigen Untersuchung der Flugaufsichtsbehörde. Die Piloten hätten von Beginn an gegen den Absturz gekämpft.

Hätte der Absturz der Lion-Air-Maschine Ende Oktober verhindert werden können? Die indonesische Flugaufsichtsbehörde KNKT kommt in einem vorläufigen Untersuchungsbericht zu dem Schluss, dass die Boeing 737 des Billigfliegers bereits bei einem Flug am Vortag des Unglücks "nicht flugtüchtig" gewesen sei.

Die Piloten der fast nagelneuen Boeing 737 Max hätten praktisch von Beginn an gegen einen Absturz gekämpft, berichteten die Ermittler. Mehr als zwei Dutzend Mal sollen sie versucht haben, die Maschine des Billigfliegers aus einem Sinkflug nach oben zu ziehen - letztlich aber ohne Erfolg. Die Boeing zerschellte dann mit einer Geschwindigkeit von 725 Kilometern pro Stunde auf dem Wasser - nur elf Minuten nach dem Start in Jakarta. Alle 189 Insassen starben.

Lion-Air-Absturz: Wenn die Technik versagt
tagesthemen 22:15 Uhr, 28.11.2018, Claudia Drexel, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Widersprüchliche Signale des Bordrechners

Die Ermittler legten sich noch nicht auf eine eindeutige Absturzursache fest. Ihr endgültiger Bericht wird nicht vor Ende des Jahres erwartet. Doch schon länger wird darüber spekuliert, dass eine neu eingeführte Software den Absturz verursacht haben könnte, die das Höhenruder der Maschine automatisch verstellen kann. Die Piloten können dies wieder abstellen, was aber offensichtlich nicht geschah.

Chefermittler Nurcahyo Utomo berichtete, dass der Bordcomputer die Nase des Flugzeugs automatisch immer wieder nach unten gedrückt habe und die Crew versucht habe, sie nach oben zu steuern. "Das passierte während des gesamten Flugs, bis die Aufzeichnungen des Datenschreibers enden." Die Flugaufsichtsbehörde empfahl Lion Air, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern.

Bereits bei einem Flug von Bali nach Jakarta am Tag vor dem Absturz hatte der Bordrechner widersprüchliche Angaben zu Flughöhe und -geschwindigkeit gemacht. Lion Air hatte erklärt, dass die Probleme vor dem Start der Unglücksmaschine behoben worden seien. Der Flugdatenschreiber der Boeing wurde inzwischen gefunden. Nach dem Stimmenrekorder wird noch gesucht.

Überreste der abgestürzten Lion-Air-Maschine | Bildquelle: AFP
galerie

Die Maschine zerschellte in der Java-See. Hier bergen Ermittler Anfang November Flugzeugteile aus dem Meer.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 28. November 2018 um 07:25 Uhr.

Darstellung: