Nessie

Untersuchung in Schottland DNA-Test bei Nessies Nachbarn

Stand: 28.05.2018 09:27 Uhr

Gibt es eine Grundlage für das Ungeheuer Nessie? Das versuchen Forscher durch eine Untersuchung von Loch Ness herauszufinden. Sie gehen auf Monsterjagd - und wollen DNA-Spuren aller Lebewesen in dem See nachgehen.

Ein internationales Forscherteam will erstmals alle Lebewesen im sagenumwobenen Loch Ness erfassen. Dafür sollen in dem schottischen See auf breiter Basis DNA-Spuren gesammelt werden, teilte die Universität von Otago in Neuseeland mit. Geleitet wird das Team von dem Biomedizin-Professor Neil Gemmell. Nebenbei erhoffen sich die Forscher auch einen Hinweis darauf, ob es eine reale Grundlage für die Legende vom Ungeheuer Nessie gibt.

Schlusslicht: Loch Ness
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Gibt es Nessie oder nicht? Seit Jahrzehnten forschen Wissenschaftler am Mythos von Loch Ness.

Kreaturen hinterlassen Spuren

Von Juni an werden die Wissenschaftler Proben aus dem Wasser nach Erbgut von Lebewesen untersuchen. "Immer wenn sich eine Kreatur durch ihre Umgebung bewegt, hinterlässt sie winzige DNA-Fragmente aus Haut, Schuppen, Federn, Fell, Kot und Urin. Diese DNA kann eingefangen, sequenziert und dann verwendet werden, um diese Wesen zu identifizieren", sagte Gemmell einer Pressemitteilung zufolge.

Ziel sei es, eine detaillierte Liste aller in Loch Ness lebenden Geschöpfe aufzustellen und sie mit den Lebewesen aus anderen Seen zu vergleichen. "Große Fische wie Wels und Stör wurden als mögliche Erklärungen für den Monstermythos vorgeschlagen, und wir können diese Idee und andere sehr gut testen", sagte er.

Mehr als eine Monsterjagd

Sollten die Wissenschaftler tatsächlich auf DNA stoßen, die der urzeitlicher Meeresbewohner ähnelt, wäre er überrascht, gibt der Forscher zu. Er sei aber offen für alles.

Loch Ness sei noch nicht bis zur Gänze erforscht und die Wissenschaftler hoffen nun auf eine Menge neuer Informationen. Deswegen ist das Projekt für Professor Gemmell viel mehr als eine Monsterjagd. Es sollen bislang unbekannte Arten dokumentiert werden, insbesondere Bakterien. Außerdem soll das Projekt zu einem besseren Verständnis bekannter Spezies führen.

Über dieses Thema berichtete MDR Kultur am 28. Mai 2018 um 13:30 Uhr in den Nachrichten.

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