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Londoner Polizist suspendiert Knie auf den Hals gedrückt

Stand: 18.07.2020 00:23 Uhr

Der Fall erinnert an den Tod von George Floyd in den USA: Ein Londoner Polizist drückte einem Schwarzen bei der Festnahme das Knie auf den Hals. Nach einer Welle der Empörung suspendierte Scotland Yard den Polizisten.

Die Polizei in London hat einen Beamten wegen der gewaltsamen Festnahme eines Schwarzen suspendiert. Der Polizist hatte offenbar sein Knie auf den Hals des Mannes gedrückt. Ein weiterer Polizist wurde in den Innendienst versetzt, wie Scotland Yard mitteilte. Der Fall werde nun von der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde IOPC untersucht.

Auf Videos der Festnahme, die in sozialen Netzwerken kursierten, war zu sehen, wie zwei Polizisten einen am Boden liegenden und mit Handschellen gefesselten Mann gewaltsam niederhalten. Einer der Beamten drückt dem Mann sein Knie ins Gesicht. Mehrmals ist zu hören, wie der Festgenommene ruft: "Runter von meinem Hals" und "Ich habe nichts Falsches getan, geht von meinem Hals." Passanten mischen sich ein und fordern die Polizisten auf, den Mann loszulassen.

Polizei nennt das Video "extrem verstörend"

Der Vorfall soll sich bereits am Donnerstag im Londoner Stadtteil Islington abgespielt haben. Er erinnert an den gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd, der Ende Mai bei seiner Festnahme im US-amerikanischen Minneapolis ums Leben kam, nachdem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals gekniet hatte. Der Tod löste eine weltweite Debatte über Polizeigewalt aus.

Scotland Yard bezeichnete das Video als "extrem verstörend". Einige der angewandten Festnahmetechniken seien besorgniserregend und gehörten nicht zur Polizeiausbildung. Nach Angaben der Polizei waren die Polizisten zu einem Kampf gerufen worden. Der Mann sei unter dem Verdacht der Schlägerei und Besitzes einer Waffe verhaftet worden.

Londons Bürgermeister "zutiefst besorgt"

Londons Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich "zutiefst besorgt", wie er per Twitter mitteilte. Er behandle die Angelegenheit mit hoher Dringlichkeit und habe sich deswegen an führende Beamte der Londoner Polizei gewandt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juli 2020 um 09:50 Uhr.

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