Mike Pompeo und Heiko Maas | Bildquelle: MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shu

Maas bei Pompeo "Von einem Kompromiss weit entfernt"

Stand: 24.05.2018 00:05 Uhr

Antrittsbesuch in Zeiten gegenseitiger Entfremdung: Außenminister Maas hat nach einem Gespräch mit seinem Kollegen Pompeo den Eindruck gewonnen, dass USA und EU beim Iran-Deal "völlig unterschiedliche Wege einschlagen".

Beim Antrittsbesuch von Bundesaußenminister Heiko Maas bei der US-Regierung in Washington sind die gegensätzlichen Positionen klar benannt worden. Was das Atomabkommen mit dem Iran angeht, ist derzeit keine Lösung in Sicht. "Ich glaube, dass wir von einem Kompromiss noch weit entfernt sind", sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo: "Wir schlagen zwei völlig unterschiedliche Wege ein."

Allerdings zeigte sich Maas zu dem von Pompeo vorgeschlagenen Außenministertreffen der drei europäischen Vertragsstaaten und der USA bereit. Die USA sind aus der Vereinbarung zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen, weil sie ihnen nicht weit genug geht. Alle anderen Vertragsparteien - darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien - wollen das Abkommen dagegen retten.

Heiko Maas verteidigt Iran-Abkommen
tagesschau 09:00 Uhr , 24.05.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Große Geschlossenheit" der EU unterstrichen

Maas betonte erneut die "große Geschlossenheit" der Europäischen Union insgesamt in dieser Frage. Die EU-Staaten würden nun weiter an konkreten Maßnahmen zur Rettung des Abkommens arbeiten. Maas hatte vor seinem Gespräch mit Pompeo auch mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, geredet - ohne konkrete Ergebnisse beim Thema Iran.

Pompeo hatte zuvor im Kongress das Vierer-Treffen mit den Europäern für Mitte Juni vorgeschlagen - ohne einen Ort zu nennen.

Zuletzt hatte der US-Außenminister harte Sanktionen gegen den Iran angekündigt und eine Reihe von Forderungen gestellt. Teheran dürfe nicht länger ballistische Waffen exportieren und keine Raketen mehr testen, die auch Atomsprengköpfe tragen könnten. Iran soll alle gefangenen US-Bürger freilassen, seine Unterstützung für Hisbollah, Hamas und die Palästinenser des Islamischen Dschihad einstellen. Und Teheran müsse alle Einheiten unter iranischem Kommando aus Syrien abziehen, so der US-Außenminister.

Trump prüft Einfuhrzölle auf Autos - Maas kritisiert US-Handelspolitik
Martin Ganslmeier, ARD Washington
24.05.2018 06:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 24. Mai 2018 um 00:20 Uhr.

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