Der französische Präsident Macron empfängt seinen russischen Amtskollegen Putin  in der Festung Bregancon in Bormes-les-Mimosas.  | Bildquelle: AFP

Treffen mit Putin Macron drängt auf neuen Ukraine-Gipfel

Stand: 19.08.2019 19:30 Uhr

Russland ist vom G7-Gipfel in Frankreich ausgeschlossen, doch Gastgeber Macron wollte zumindest vorher mit Präsident Putin sprechen. Ein Ziel: Bewegung in den Ukraine-Konflikt bringen. Putin zeigte sich dafür offen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei einem Besuch von Kremlchef Wladimir Putin für eine Annäherung zwischen Europa und Russland ausgesprochen und deshalb zu neuen Gesprächen über den Ukraine-Konflikt gedrängt - einem der zentralen Streitpunkte zwischen beiden Seiten.

Ein Gipfeltreffen im sogenannten Normandie-Format in den "nächsten Wochen" sei sein Wunsch, sagte Macron in der Mittelmeerresidenz Fort Brégançon an der Riviera. Seit der Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum ukrainischen Präsidenten gebe es eine "echte Veränderung" der Situation.

Sabine Rau, ARD Paris, zum Treffen zwischen Macron und Putin
tagesschau24 18:00 Uhr, 19.08.2019

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Putin erkennt Grund zu Optimismus

Auch Putin betonte, dass mit Selenskyj wieder Bewegung in den eingefrorenen Friedensplan kommen könnte. "Wir müssen das diskutieren. Es gibt hier einige Dinge, die einen gewissen vorsichtigen Optimismus wecken." Auch Russland wolle an dem Normandie-Format festhalten. Ein weiteres Treffen solle aber nur stattfinden, wenn konkrete Ergebnisse erreicht werden könnten. "Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative zum Normandie-Format. Deshalb werden wir es natürlich unterstützen."

Seit 2014 versuchen unter anderem Deutschland und Frankreich in dem Konflikt zwischen Kiew und den prorussischen Separtisten zu vermitteln. Die Vierer-Runde wurde nach dem Ort des ersten Treffens in Frankreich Normandie-Format genannt. Zuletzt hab es ein solches Treffen 2016 in Berlin. In der Ostukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren prorussische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen. Seit der Wahl Selenskyjs gibt es Hoffnung, dass wieder Bewegung in den festgefahrenen Friedensprozess kommt.

Der französische Präsident Macron empfängt seinen russischen Amtskollegen Putin  in der Festung Bregancon in Bormes-les-Mimosas. | Bildquelle: AFP
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Ihre Beziehung war bislang schwierig - nun versucht Macron Putin für einen Wandel zu gewinnen.

Rückkehr in die G7?

Mit Blick auf die gespannten Beziehungen zwischen Russland und Europa plädierte Macron für eine neue Architektur der Sicherheit und des Vertrauens zwischen den beiden Partnern. Er hoffe, dass es zukünftig ein gegenseitiges Vertrauen gebe, um viele der Missverständnisse auflösen zu können, die in den letzten Jahrzehnten zwischen der Europäischen Union und Russland entstanden seien, so Macron. Der französische Präsident sprach außerdem von einem "zutiefst historischen Moment unserer internationalen Ordnung" mit Blick auf die vielen internationalen Krisen - etwa in Syrien oder Libyen.

Putin zeigte sich offen für eine Rückkehr seines Landes in die Gruppe führender Industrienationen. Russland habe nichts gegen eine Mitarbeit, sagte er. "Bitteschön, wir erwarten unsere Partner jederzeit als Gäste."

Allerdings belastet neben der Ukraine-Frage auch der Streit um die Zugehörigkeit der Krim die Beziehungen. Russland hatte sich 2014 die ukrainische Halbinsel einverleibt. Daraufhin lehnten Deutschland, die USA und die anderen Mitglieder der Runde Putins Einladung zum G8-Gipfel nach Sotschi ab. Russland tat daraufhin den Gipfel als unwichtig ab. Seitdem tagen Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, die USA und Japan als G7-Gruppe ohne Russland.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. August 2019 um 18:00 Uhr.

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