Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro bei einer Veranstaltung in Caracas | Bildquelle: AFP

Explosion in Venezuela Maduro entkommt mutmaßlichem Anschlag

Stand: 05.08.2018 08:14 Uhr

In Caracas kommt es während einer Rede des Präsidenten Maduro zu einer Explosion, ausgelöst durch eine Drohne. Der Staatschef bleibt unverletzt. Jetzt erhebt er Vorwürfe gegen den Nachbarstaat Kolumbien.

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat offenbar einen Anschlag während einer Militärparade unversehrt überstanden. Dies teilte Regierungssprecher Jorge Rodríguez in der Hauptstadt Caracas mit. Sieben Soldaten seien dabei verletzt worden.

Bei der Übertragung der Parade im Staatsfernsehen war zuvor eine Explosion während der Rede Maduros vor Tausenden Soldaten zu hören gewesen. Nach Medienberichten wurden mehrere mit Sprengstoff gefüllte Drohnen eingesetzt. Fernsehbilder zeigen Soldaten und Zuschauer, die in Panik wegliefen, ehe die Übertragung abgebrochen wurde.

Mutmaßliches Attentat auf Präsident Maduro
tagesschau 13:15 Uhr, 05.08.2018, Reinhard Baumgarten, SWR

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"Alle Ermittlungen zeigen auf Bogotá"

Maduro hat nun seinen kolumbianischen Kollegen Juan Manuel Santos der Urheberschaft eines mutmaßlichen Attentatsversuchs gegen ihn bezichtigt: "Alle Ermittlungen zeigen auf Bogotá," sagte Maduro. Ein Teil der Verantwortlichen sei bereits gefasst worden. Er sei sich sicher, dass man ihn ermorden wollte. "Ich hege keine Zweifel, dass dahinter die extreme Rechte und Juan Manuel Santos stecken", fügte der Sozialist hinzu.

Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. | Bildquelle: dpa
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Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro.

Eine bislang unbekannte Gruppe, die sich "Soldados de Franelas" nennt, reklamierte auf Twitter den angeblichen Anschlag für sich. Dort ist die Rede von einer Operation mit zwei Drohnen, die mit C4 beladen gewesen sein sollen. Das Ziel sei der Präsident gewesen. "Scharfschützen der Ehrengarde schossen die Drohnen ab, bevor sie das Ziel erreichten," heißt es weiter. Die Gruppe habe gezeigt, dass "sie verwundbar sind", ihr Ziel aber nicht erreicht habe. Das sei aber nur "eine Frage der Zeit".

David Smilde vom Washington Office on Latin America sagte, Maduro werde den mutmaßlichen Anschlag vermutlich nutzen, um seine Machtkonzentration künftig weiter auszubauen und gegen illoyale Regierungsmitarbeiter und Militärangehörige vorzugehen. Während des Vorfalls seien peinliche TV-Aufnahmen von Maduro zu sehen gewesen, in denen er seine Rede mitten im Satz abbrach, sagte der Experte. Die aus Panik wegrennenden Soldaten ließen ihn zudem verwundbar und schwach erscheinen.

Die Ehefrau von Nicolàs Maduro zuckt zusammen. | Bildquelle: dpa
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Die Ehefrau von Nicolàs Maduro zuckt zusammen, als der Knall zu hören ist.

Politische Krise in Venezuela

Venezuela leidet seit Langem unter einer schweren politischen und humanitären Krise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter Hyperinflation, Hunderttausende Venezolaner sind in den vergangenen Monaten vor Elend und Unterdrückung in die Nachbarstaaten geflohen. Maduro wird das Errichten einer Diktatur vorgeworfen.

Der Sozialist ließ sich im Mai für eine weitere fünfjährige Amtszeit im Amt bestätigen. Die Wahlen wurden von der Europäischen Union und anderen Staaten nicht anerkannt.

Offenbar Anschlag auf Präsident Maduro
Christina Fee Moebus, ARD Mexiko
05.08.2018 07:07 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. August 2018 um 02:15 Uhr und tagesschau24 um 09:00 Uhr.

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